Miesenböck souverän im Fußball-Oberhaus gelandet. Fabian Miesenböck (26) klopfte in Österreich schon zweimal ganz oben an, nun ist es in Mattersburg soweit.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 12. Juli 2019 (05:43)
zVg/SVM
Fixierter Deal. In der Vorwoche wurde der Vertrag von Fabian Miesenböck bei Klubchef Martin Pucher (2.v.l.). unterschrieben.

2017 stieg Fabian Miesenböck unter Oliver Glasner mit dem LASK in die Bundesliga auf, der Gang ins Oberhaus blieb ihm danach aber verwehrt. Es folgte der Wechsel zum SC Wiener Neustadt, der am besten Weg in die Bundesliga war, dann aber 2018 aufgrund der nachträglich erteilten Lizenz für Hartberg durch das Ständig Neutrale Schiedsgericht doch nicht direkt aufstieg und dann an St. Pölten in der Relegation scheiterte.

„Er hat das Rüstzeug zum Führungsspieler“

2019 ist es soweit. Der seit Sonntag 26-jährige Kärntner hat den Sprung in die Bundesliga geschafft. Tatsächlich kommt der Linksfuß bereits aus dem Oberhaus, und zwar aus dem slowakischen. In der Saison 2018/2019 kickte Misenböck bei Spartak Trnva (wo er den Cupsieg feierte und auch Europa-League-Luft schnupperte), nun will er in Österreich durchstarten. Das passt insofern sehr gut, als die Burgenländer nach dem Abgang von Rene Renner zum LASK die linke Seite verstärken wollten.

Bauer
Zuletzt fehlte noch das offizielle Trikot für Neuzugang Fabian Miesenböck (hier beim Test gegen Lafnitz ohne seine Nummer sieben und den Namensaufdruck), das war aber nur eine Kleinigkeit. Denn der Vertrag ist unterschrieben, der 26-Jährige ist somit seit voriger Woche hochoffiziell Teil der Mannschaft von Cheftrainer Franz Ponweiser.

Für Cheftrainer Franz Ponweiser ist Miesenböck eine Idealbesetzung: „Er ist von der Schnelligkeit nicht ganz der Renner-Typ, dafür aber hat er andere Vorzüge, vor allem die Übersicht und das Passspiel. Er ist extrem spielstark und zaubert immer wieder fantastische Bälle heraus. Vom Charakterlichen her ist er top und passt super zu uns. Aufgrund seiner Art hat er jedenfalls das Rüstzeug zum Führungsspieler.“

 "Bedingungen hier sind hervorragend"

 Der Neuzugang selbst, der beim SV Mattersburg künftig die Nummer sieben tragen wird, hat sich bereits eingelebt. „Alles ist bestens. Die Bedingungen hier sind hervorragend, in der Mannschaft gibt es eine hochinteressante Mischung zwischen jungen und älteren Spielern.“ Er selbst zählt sich übrigens zur Sparte der älteren Akteure, auch wenn er erst seit wenigen Tagen 26 Jahre alt ist. „Mittlerweile habe ich doch schon einiges erlebt. Jetzt möchte ich in Mattersburg meinen Teil beitragen und mich hier beweisen.“

Im Optimalfall heißt das, dass sich Miesenböck – der mit seiner Freundin Anna im November erstmals Nachwuchs erwartet und auch direkt in Mattersburg wohnen wird – im Rahmen des Zweijahres-Vertrags als grün-weiße Stütze etablieren kann.

Wichtig wäre das, soll doch im Bestfall die Meistergruppe der Top-Sechs nach dem Ende des Grunddurchgangs und der Ligateilung herausschauen. „Das muss unser Ziel sein, sonst würden wir alle ja umsonst Fußballspielen. Auch wenn wir nicht zu den spielstärksten Mannschaften der Liga zählen werden, brauchen wir uns mit diesem Team auch ganz sicher nicht verstecken.“