Nächster Krimi in der Zweiklassen-Gruppe. Die Rückrunde der unteren Sechs beginnt für den SVM daheim gegen St. Pölten – wieder gegen einen direkten Gegner.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 20. Juni 2020 (02:12)

Fünf Spieltage nach dem Start der Qualifikationsgruppe haben wir Halbzeit. Der Blick zeigt dabei das Sechser-Feld deutlich positioniert. Oben haben sich die Austria und Altach auf den beiden Europa-League-Play-off-Plätzen festgesetzt. Der Erste empfängt nach der Saison in einem K.o.-Duell den Zweiten, für den Sieger geht es danach in Hin- und Rückspiel gegen den Fünften der Meistergruppe zur Sache. Schöne Aussichten für die Top-Zwei, die sich einen Polster auf den Rest erarbeitet haben. Denn dahinter tobt der Kampf ums nackte sportliche Überleben.

„Klar ist jetzt dieser Stress voll da“, will Mattersburgs Cheftrainer Franz Ponweiser die Lage gar nicht erst schönreden. Nach dem anfänglich guten Beginn mit dem 1:1 gegen Altach, dem 2:0 bei der Admira und dem 1:1 in Tirol tritt Mattersburg derzeit am Stand. Die 1:4-Pleite gegen die Austria am Samstag und die jüngste 0:1-Niederlage in St. Pölten (Spielbericht auf BVZ.at) manövrierten den SVM direkt in die Hochspannungszone, wo vier Teams innerhalb von zwei Punkten auf Tuchfühlung dem drohenden Abstieg entgegentreten müssen. Und in der die Burgenländer noch dazu gegenüber den direkten Konkurrenten St. Pölten, Tirol und Admira den Nachteil haben, bei Punktegleichheit zurückgereiht zu werden – weil sie bei der Teilung nach dem Zwölferliga-Grunddurchgang eben nicht abgerundet wurden und so das Sternderl fehlt. Was Ponweiser nach dem jüngsten Rückschlag in St. Pölten zudem Sorgen bereitet: „Dass wir an sich gut spielen, aber nicht punkten.“ Die Rechnung in der so engen Tabellen-Konstellation ist nämlich einfach: null Punkte = null Entspannung.

Erhardt wieder dabei, Nemeth wohl auch

Also braucht es am Samstag, wenn die restlichen fünf Runden mit der Revanche gegen den SKN im Pappelstadion eingeläutet werden, dringend ein Erfolgserlebnis. „Nach der Niederlage war ich maßlos enttäuscht, dass wir so ein Spiel verlieren. Nun gilt es uns wieder aufzurichten und voll fokussiert zu bleiben.“ Ponweiser kann dabei wieder auf den zuletzt gelbgesperrten Philipp Erhardt zurückgreifen. Auch Verteidiger David Nemeth, der aufgrund einer Verhärtung passen musste, könnte wieder ein Thema sein. In weiterer Folge bleibt der Stress freilich, kommenden Dienstag folgt die Hürde im äußersten Westen – da muss Mattersburg in Altach bestehen.