Schwere Mattersburger Aufgabe gegen den WAC. Nach dem 2:4 in Hartberg hat der SVM den WAC zu Gast. Die Kärntner kommen mit einer breiten Brust.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 17. August 2018 (06:08)
Martin Ivansich
Zakaria Sanogo (l., gegen den Mattersburger Verteidiger Rene Renner) war ein ständiger Unruheherd für den SVM. Der Hartberger Flügelflitzer leitete mit dem raschen Führungstor den 4:2-Sieg der Steirer ein.

Der gute Saisonstart des SVM mit dem 3:2-Sieg in Altach ist in den vergangenen beiden Runden verblasst. Der späten 0:2-Niederlage gegen Meister Red Bull Salzburg, wo man die beiden Gegentore in der Nachspielzeit kassierte, folgte nun ein 2:4 beim Aufsteiger in Hartberg. „Das wäre nicht wirklich notwendig gewesen“, meinte Trainer Gerald Baumgartner.

Der Spielverlauf für die Burgenländer war denkbar unglücklich. Das rasche Gegentor nach 54 Sekunden durch den stark aufspielenden Zakaria Sanogo steckten die Mattersburger schnell weg. Marko Kvasina staubte nur vier Minuten später zum Ausgleich ab. Danach waren die Burgenländer eine halbe Stunde lang gut im Spiel, ehe es ganz bitter wurde. Julius Ertlthaler verschoss einen Elfmeter und vergab damit die Chance auf die Führung.

Zwei-Tore-Rückstand statt 2:1-Führung

Innerhalb von sechs Minuten sorgte Hartberg in der Folge für die Vorentscheidung. Zunächst überlupfte Florian Flecker Goalie Markus Kuster zum 2:1, dann beförderte Kuster selbst eine Ecke ins eigene Tor. „Es war dann natürlich ganz schwierig für uns, wenn man einem Zwei-Tore-Rückstand nachläuft“, meinte Trainer Baumgartner, der die Niederlage auch auf seine Kappe nahm: „Ich wollte eigentlich in der ersten Halbzeit umstellen, habe dann aber bis zur Pause gewartet.“

Nach dem Seitenwechsel brachte Baumgartner mit Jefte einen zweiten Stürmer. Das Tor machten aber die Hausherren. Nach einem Standard schoss Michael Blauensteiner zum 4:1 ein. Jefte, der erstmals in der Bundesliga zum Einsatz kam, sorgte danach für den 4:2-Anschlusstreffer, der gleichzeitig den Endstand bedeutete. „Wir müssen jetzt die Lehren daraus ziehen, das ist ganz wichtig“, so Baumgartner, der aber wie seine Spieler den Blick längst nach vorne gerichtet hat. „Wir haben gleich nach dem Spiel analysiert und da waren die Spieler sehr einsichtig, haben Selbstkritik geübt und gemeint, dass das eine oder andere Prozent mehr drin gewesen wäre.“

Und das müssen Kapitän Nedeljko Malic und Co. am kommenden Samstag definitiv abrufen, wenn der nächste Gegner daheim im Pappelstadion Wolfsberger AC lautet. Auch wenn man aus den letzten sechs Duellen mit dem WAC vier Siege und zwei Remis holte, erwartet den SVM ein harter Brocken.

Die Truppe von Trainer Christian Ilzer kommt mit viel Selbstvertrauen ins Burgenland, holte gegen die Austria einen 1:0-Sieg und bei Rapid ein 0:0. Baumgartner: „Das wird eine ganz schwere Aufgabe. Trotzdem wollen wir daheim auf Sieg spielen, werden uns nicht verstecken. Jeder muss an seine Leistungsgrenze gehen, dann bin ich sehr optimistisch, weil wir schon Qualität haben.“ Flo Hart, der in Hartberg bereits eingewechselt wurde, könnte wieder ein Thema für die Startelf sein. Bei Cesar Ortiz steht noch ein Fragezeichen hinter seinem Einsatz.