SV Mattersburg hat jetzt Schmidt mal zwei. Klaus Schmidt ist seit Dienstag Neo-Trainer des SVM, Max Schmidt bleibt im Betreuerteam – und Amateure-Coach.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 29. August 2018 (15:00)
Ivansich
Neo-Cheftrainer: Klaus Schmidt richtet seinen Blick nun voll auf den SV Mattersburg.

Der SV Mattersburg hat seinen Nachfolger für den vergangene Woche beurlaubten Chefcoach Gerald Baumgartner. Klaus Schmidt übernimmt die Agenden als Nummer eins des Betreuerteams. Bereits gestern, Dienstag, war der Steirer das erste Mal beim Training aktiv ( wir hatten über seine Bestellung berichtet, siehe hier und unten).

Fast Tatar-Nachfolger 2013: Nun schließt sich der Kreis

Schon vor knapp fünf Jahren wäre es fast zu seinem Engagement gekommen. Da stand er in der finalen Auswahl, als es darum ging, den Posten nach Alfred Tatar (beide übrigens Akademiker) in der damaligen Ersten Liga neu zu besetzen. Klubchef Martin Pucher entschied sich für Ivo Vastic. Beim Blick zurück stellt er klar: „Das war damals eine ganz enge Sache und eindeutig keine Entscheidung gegen Schmidt, sondern für Vastic.“

Jetzt schließt sich dieser Kreis aber, kann sich Schmidt nach Cheftrainer-Stationen bei Kapfenberg, Austria Salzburg, Wacker Innsbruck, Blau Weiß Linz und zuletzt Altach nun doch noch beim SV Mattersburg beweisen. Pucher: „Er hat mir schon bei den damaligen Gesprächen extrem imponiert und war jetzt auch der Erste, den ich im Kopf hatte.“

An seiner Seite soll bis auf weiteres neben Martin Baier auch Markus Schmidt im Betreuerstab der Profis aktiv bleiben. Das ist insofern interessant, als dieser auch planmäßig die Amateure weiter coachen soll und so eine durchaus verbindende Rolle zwischen den beiden Teams bilden könnte. Wie so eine doppelte Tätigkeit in der Praxis tatsächlich funktioniert, wird sich freilich erst zeigen.

Martin Ivansich
Neo-Assistenten-Duo: Max Schmidt (l.), nun Ex-Interimscoach, soll gemeinsam mit Martin Baier den neuen Cheftrainer Klaus Schmidt unterstützen. Fotos: Ivansich

Die interimistische Arbeit als Trainer der Profis endete für Max Schmidt somit nach einem Spiel, dem 0:0 vom Sonntag bei der Admira. Dass der Schmidt aus dem Burgenland zum jetzigen Zeitpunkt gar keine Chefcoach-Dauerlösung werden konnte, war bereits seit seinem Dienstantritt klar. Einfacher Grund: die fehlende UEFA Pro-Lizenz, ohne die es im Profibereich nicht geht.

Wäre Schmidt im Kreis des aktuell laufenden Kurses (dem unter anderem auch Akademie-Chef Franz Ponweiser angehört), wäre die Sachlage anders. Ist sie aber nicht. Darum tickt seit seinem Arbeitsbeginn die Uhr mit: Höchstens 60 Tage dürfte er Coach der Profis sein, das besagt die Regel. Jetzt, nach sieben Tagen, übernimmt aber ohnehin der Schmidt aus der Steiermark – und das freilich mit der notwendigen Lizenz.

Bis Ende Juni 2019 läuft der Vertrag des 50-Jährigen einmal, oberstes Ziel ist die sportliche Konsolidierung mit den neuen Verantwortlichen an der Spitze – eben Trainer Klaus Schmidt und Robert Almer, dem Sportlichen Leiter.

Transfer-Fokus wird auf Stürmer und Goalie gelegt

Als Meisterschafts-Premiere wartet auf die frischgebackene Leitung jedenfalls alles, nur keine leichte Aufgabe: Am Samstag (17 Uhr) muss der SVM bei der Austria – Almers letzte Station als noch aktiver Tormann – in der neuen Generali-Arena bestehen. Da werde man, wie Markus Schmidt zu Wochenbeginn noch als Interimstrainer klargestellt hatte, neben der Kompaktheit in der Defensive „Mut nach vorne“ brauchen.

Personell fehlte Marco Kvasina bei der Admira krankheitsbedingt. Er sollte gegen seinen Ex-Klub wieder fit sein. Patrick Bürger (Ellbogenverletzung) fällt hingegen aus.

Und da wäre ja noch etwas: Vor dem Transferschluss am Freitag (24 Uhr) geht es beim SVM noch darum, zumindest einen Stürmer an Land zu ziehen. „Wir haben ein paar Kandidaten und wollen das zeitnah erledigt haben“, zeigt sich Pucher optimistisch, bald Vollzug melden zu können.

Eventuell ist auch nach Freitag noch etwas drin, wenn ein vertragsloser Profi engagiert wird. Und auch ein Tormann könnte noch ins Burgenland stoßen, weil „Zweier“ Tino Casali verletzt ist (Mittelhandknochenbruch). Hier sei man mit einem Goalie schon weit.