SV Mattersburg nun mit zwei Baustellen weniger. SVM holte Roland Gerdenitsch als neuen Tormanntrainer und Fabian Miesenböck als Ersatz für Rene Renner.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 03. Juli 2019 (06:31)

Länger als vermutet war die Personalie des Tormanntrainers beim SV Mattersburg eine Baustelle. Seit Robert Almers Abgang mit Saisonende stand die Neubesetzung des Postens auf der grün-weißen „To-Do-Liste“, nun konnte Franz Ponweiser Vollzug melden.

Der neue Trainer und Sportliche Leiter in Personalunion verpflichtete mit Roland Gerdenitsch ein, wie er sagt, „Pferd aus dem eigenen Stall“. Kein Wunder: Einige Jahre war der Rohrbacher als Goalie in Mattersburg tätig, vorwiegend bei den Amateuren (48 Mal), aber auch sechsmal bei den Profis (davon fünfmal im Frühjahr 2009).

Außerdem arbeitete der 40-Jährige bereits für eine Saison bei den Amas als Tormanntrainer, jetzt soll er die Torleute der Profis auf Vordermann bringen. „Ich hätte damals auch sehr gerne bei den Amateuren weitergemacht, umso mehr freue ich mich nun auf diese neue und spannende Aufgabe“, sagt Gerdenitsch, der in der Klimabranche tätig ist und nun zum bereits zweiten Mal für den Fußball freigestellt wird. „Ich bin meiner Chefin hier wirklich dankbar für ihr Entgegenkommen.“

Übergangsmäßig waren zuletzt Thomas Borenitsch (und auch Markus Böcskör) für die grün-weißen Schlussmänner der Profis aktiv, bevor die Lösung Gerdenitsch fixiert wurde. Ponweiser: „Er erfüllt nicht nur durch seine SVM-Vergangenheit die Voraussetzungen, sondern hat auch die nötige Qualifikation.“

Fabian Miesenböck ist Neo-Mattersburger

Am Spielersektor war zuletzt Bibi Njie, 22-jähriger Offensivmann aus Gambia, der etwa in der U19 des HSV oder bei den HSV Amateuren spielte, eine Option. Er kam auch beim 0:0 im Test gegen Haladas Szombathely zum Einsatz, pikanterweise traf er eine Woche davor als Kapfenberg-Testspieler beim 3:2-Sieg gegen Mattersburg zweimal und gab eine Live-Visitenkarte ab. Letztlich nahm man aber Abstand von einer Verpflichtung. „Er hat was, keine Frage, aber wir suchen keinen Spieler, dem, wir einige Wochen Eingewöhnungszeit geben müssen,“ stellt Franz Ponweiser klar. Der Sprung von der Oberliga Hamburg, wo er zuletzt kickte, in die Bundesliga sei dann doch zu groß, um sofort helfen zu können.

Ein anderer Akteur wurde dafür verpflichtet: Fabian Miesenböck. Der 25-jährige Kärntner kickte zuletzt bei Spartak Trnva und davor unter anderem bei Wiener Neustadt, LASK, Austria Klagenfurt oder Parndorf. Er soll die entstandene Lücke durch den Abgang von Rene Renner zum LASK schließen.

Angesprochen auf etwaige weitere Verstärkung gibt es laut Ponweiser noch ein klares Anforderungsprofil: „Ein Spieler, der uns vorne mit Geschwindigkeit helfen kann, wäre noch ein Ziel.“ Getestet wird das nächste Mal wieder am Samstag, da geht es für das grün-weiße Team um 18 Uhr in Eberau gegen Lafnitz zur Sache.

Ab kommenden Montag soll übrigens wieder Marko Kvasina in der Fußballakademie schwitzen. Er, der mit Österreichs U21-Team bei der EM war und zuletzt seinen Urlaub konsumieren konnte, steigt dann wieder ins Mattersburg-Training ein. Zwar soll es Interessenten an ihm geben, der Plan sieht aber vor, dass Kvasina auch weiterhin das SVM-Trikot überstreift.