Mattersburg

Erstellt am 27. Juni 2018, 04:39

von Bernhard Fenz

SV Mattersburg übt sich in Variantenreichtum. Trainer Gerald Baumgartner und sein Team stehen in der Vorbereitung. Die neuformierte Truppe soll künftig noch weniger ausrechenbar sein.

Knappe Niederlage. Der gebürtige Bosnier Nedeljko Malic, er lebt seit vielen Jahren in Mattersburg und ist österreichischer Staatsbürger, traf mit seinem SVM am Freitag auf den bosnischen Meister HNK Zrinjski Mostar. Mattersburg verlor das Duell in Mogersdorf mit 0:1.  |  Marousek

Es gibt für Fußballer sicher prickelndere Einheiten als jene im Zuge des Konditionstrainings. Weil das jedoch der normale Lauf der Dinge in der Anfangsvorbereitung ist, ziehen die Profis des SV Mattersburg wie gewohnt mit und spulen ihr kräfteraubendes Arbeitspensum ab. Business as usual eben. Nach mehr als einer Woche sagt Trainer Gerald Baumgartner darum auch: „Es gibt noch nicht viel zu sagen, wir sind aber voll im Plan.“

Ein Härtetest am Platz erfolgte bereits am vergangenen Freitag in Mogersdorf, wo Grün-Weiß gegen den bosnischen Meister HNK Zrinjski Mostar knapp 0:1 unterlag. „Das Ergebnis war nicht optimal, aber der gesamte Kader ist zum Einsatz gekommen.“ Auch systematisch probierte der Chefcoach Varianten aus, etwa ein 4-3-3 in Halbzeit eins oder das in der Meisterschaft oft praktizierte 4-2-3-1. „Der Gegner hatte schon viel Tempo im Spiel, von daher waren wir voll gefordert. Läuferisch war es sehr gut, spielerisch nicht so schlecht für den Beginn.“

Dabei legte der SVM beim Ernstfall-Üben sein Hauptaugenmerk auf den gepflegten Spielaufbau. „Das Ziel ist generell, dass wir in unserer Spielauslegung variabler sein wollen“, peilt Baumgartner für die neue Punktejagd in der Bundesliga das Abschöpfen mehrere Formationen und sportlicher Möglichkeiten am Platz an.

Helfen sollen dabei auch die Neuzugänge, die ins System entsprechend integriert werden sollen. Noch sei es freilich zu früh, um konkrete Schlüsse ziehen zu können, wie rasch Patrick Salomon, Marko Kvasina, Daniel Kerschbaumer oder Jefté Betancor Sanchez das Niveau des großen Ganzen heben. „Im Moment probieren wir einiges aus und sind noch in der Experimentier-Phase.“

Bitte warten heißt es für Gerald Baumgartner übrigens noch, was den potenziellen Neuzugang Ramil Sheydaev von Qarabag (Aserbaidschan) betrifft. Läuft alles optimal, könnte der Stürmer noch in dieser Woche in Mattersburg eintreffen. Fix ist das aber noch nicht. Auch die Position im rechten Mittelfeld ist noch nicht besetzt – hinter den Kulissen wird daran gebastelt.

Sportlich wartet auf die Burgenländer am Freitag um 18.30 Uhr in Loipersbach die nächste Aufgabe. Zu Gast ist Zlate Moravce, Zehnter im slowakischen Oberhaus.