SVM in Portugal: Ein Wiedersehen mit neuem Ziel. Morgen, Donnerstag, hebt der SVM-Tross zum Trainingscamp ab – wieder nach Portugal, aber nicht an die Algarve.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 22. Januar 2020 (05:51)

Seit 2012 geht es für die Profis des SV Mattersburg bereits in der Dauerschleife nach Portugal, um sich im Winter den gerne zitierten Feinschliff für das Frühjahr zu holen. Acht Mal machten die Burgenländer an der Algarve, also an der Südseite des Landes, Station.

Auch diesmal gibt es ein Wiedersehen mit dem Land des aktuellen Fußball-Europameisters, das finale Ziel ist aber erstmals nicht der Großraum Faro. Trainer Franz Ponweiser und sein Team werden stattdessen die Trainingsarbeit südlich von Lissabon aufnehmen, auf der Halbinsel Tróia, die wiederum südwestlich von Setubal gelegen ist. Zur Verfügung steht dabei in der Nähe des Quartiers ein eigenes Trainingszentrum und die Exklusivität von zwei Plätzen.

24 Feldspieler und vier Tormänner mit dabei

Morgen, Donnerstag, wird der Flieger am frühen Nachmittag abheben. Zu Wochenbeginn waren Lukas Rath und Patrick Bürger noch krank, bei ihnen sollte es sich aber ausgehen. Dann werden 24 Feldspieler (unter ihnen auch die Amas-Zwillinge Luca und Nico Pichler) sowie vier Goalies (Markus Kuster, Tino Casali, Manuel Salaba, Bernhard Unger) die Reise antreten. Am Sonntag, den 2. Februar, wird die SVM-Crew dann wieder in das winterliche Mattersburg zurückkehren. Bis dahin aber sollen optimalerweise die milden Bedingungen an der Atlantikküste genutzt werden, um nach den konditionell beanspruchenden ersten beiden Wochen bereits mehr und mehr die spielerische Linie zu finden.

Mit dabei ist mit Stürmer Martin Pusic auch ein Kicker, dessen Zukunft beim SV Mattersburg zu Beginn der Vorwoche noch unsicher war. Am vergangenen Mittwoch wurde dann Vollzug gemeldet. Der 32-Jährige wird auch weiterhin – laut Vertrag bis Sommer 2021 – das grün-weiße Trikot überstreifen. „Gespräche gab es davor auch schon. Das Problem war meine Verletzung im Herbst. Der Verein hat dann natürlich noch einmal abgewartet“, so der Routinier.

Mittlerweile ist „Pusa“ aber wieder voll im Training – und sagt: „Es ist alles bestens. Ich bin wieder fit, es geht somit aufwärts.“ Und auch Cheftrainer Franz Ponweiser stellt fest: „Schön, dass wir uns geeinigt haben. Die letzten Spiele haben schon gezeigt, wie wichtig er für uns sein kann.“

Tore des abgebrühten Profis wären im Frühjahr auch dringend nötig. Zur Erinnerung: 2018/2019 kam Pusic Anfang September zum SVM und stieg in Runde sieben ins Bundesliga-Geschehen ein. Am Ende standen neun Saisontore auf seiner Haben-Seite.

Auf der Überholspur in der Torschützenliste?

2019/2020 begann für ihn mit zwei Toren in den ersten beiden Spielen zwar vielversprechend, ein verletzungsbedingter Ausfall (Meniskus) inklusive Arthroskopie und Zwangspause bedeuteten aber dann eine Flaute. Die Quote von aktuell drei Toren gilt es nun freilich auszubauen. Andi Gruber (der im Finish des Herbstes selbst ausgefallen war) mit sieben sowie Andi Kuen mit vier Treffern sind mit dem Ball die Scharfschützen. Hier wäre stürmische Unterstützung angebracht.

Die soll nun wieder von Pusic kommen, der beim 3:1-Sieg vor der Winterpause in Innsbruck gegen Wattens vom Elferpunkt aus traf und im Kader mit Patrick Bürger, Marko Kvasina sowie Victor Olatunji ein nominelles Stürmer-Quartett bildet. „Wichtig ist, dass ich körperlich fit bin. Der Rest kommt dann von alleine“, will Pusic gar nicht zu sehr konkret werden, was seine Ziele betrifft. Gemessen wird ein Strafraum-Fußballer wie er ohnehin an Toren und/oder Assists. Stimmt hier die Zahl, war der Job wohl ein guter.