SVM: Keine Rücksicht auf die Spritzigkeit. Nach dem 3:1 bei Admira macht sich beim SVM Erleichterung breit. Länderspielpause wird hart … und angenehm.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 05. September 2019 (05:34)
Bernhard Fenz
Geschafft. Nach dem Elfmetertor von Marko Kvasina zum 1:3 machte sich auch beim SVM-Betreuerstab Erleichterung breit. Mattersburg hat mit dem Auswärtssieg gegen die Admira wichtige Zähler geholt.

Es bleibt Franz Ponweiser erspart, das chronische Grübeln in der Dauerschleife. Weil die Profis des SV Mattersburg am Samstag die Admira in der Südstadt mit 3:1 bezwingen konnten, stark auftraten und nach vier Niederlagen en suite endlich wieder voll anschrieben, ist im Zuge der länderspielbedingten Meisterschaftspause ein ruhiges Arbeiten gewährleistet. Statt der Roten Laterne (die hätte gedroht) kletterten die Grün-Weißen bis auf weiteres einmal auf Platz sieben.

Auch der Blick auf die Tabelle wird somit freundlicher, im Ergebnissport Fußball zählt das. Sehr zur Freude von Klubchef Martin Pucher, der unabhängig der Admira-Partie seinem Trainerteam und der Mannschaft volles Vertrauen ausspricht und über die Spieler sagt: „Mir gefallen sie immer dann am besten, wenn sie beißen. Das war gegen die Admira sichtbar.“

„Mir gefallen sie immer dann am besten, wenn sie beißen.“ Mattersburg-Präsident Martin Pucher über die Leistung der Spieler beim 3:1-Erfolg in der Südstadt gegen die Admira

Auch die Darbietung der Jungen („Halper war diesmal sensationell. Auch ein Schimandl wird wieder kommen.“) ist dem Präsidenten wichtig zu betonen. Zudem dürfe man eines nicht vergessen: „Wir hatten zuletzt Verletzte wie Jano, Pusic oder auch Hart. Sechs Punkte nach sechs Runden sind fürs Erste in Ordnung.“

Schließlich gelte es, neben den nötigen Ergebnissen die eigenen personellen Strukturen zu schärfen und die Mannschaft nach und nach auch mit den Youngsters zu bereichern. Das benötige Zeit. Keine Zeit wird es hingegen benötigen, Last-Minute-Zugänge (am Montag um Mitternacht war Transferschluss) noch rasch einzubauen. Der SVM deklarierte sich bereits vorzeitig und sah von etwaigen Verstärkungen ab. „In der Mannschaft steckt genug Potenzial“, sagt Pucher.

Erst viel laufen, dann Zeit für Regeneration

Und Franz Ponweiser? Der zeigte sich nach dem ersten Erfolg seit Runde eins (2:1 gegen Hartberg) erleichtert. „Jetzt können wir in aller Ruhe auf uns schauen und weiter arbeiten. Es sieht nicht so schlecht aus, wie sich die Mannschaft präsentiert. Das Ergebnis ist die eine Geschichte, die Art und Weise die andere. Das war sehr in Ordnung.“

Am Montagnachmittag bat der 43-Jährige die Kicker dann wieder zum Training. Die Profis befinden sich seitdem in einer harten, aber dafür auch knackig-kurzen Woche. Bis einschließlich Donnerstag soll in der täglichen Arbeit nämlich die läuferische Komponente im Vordergrund stehen. Gut möglich, dass es dabei intensiv zur Sache gehen wird, wie Ponweiser andeutet: „Wir haben bewusst auf ein Testspiel verzichtet, um keine Rücksicht auf die Spritzigkeit nehmen zu müssen.“

Bernhard Fenz
Erfolgreich. Christoph Halper (vorne) ging nur in dieser Szene zu Boden. Nach dem 3:1-Sieg bei der Admira war der Oberdorfer rasch bei der U21-Nationalmannschaft gefragt. Teamchef Werner Gregoritsch nominierte ihn für die EM-Quali, die auswärts in Andorra (Donnerstag) und in Albanien (Montag) steigt, nach.

Wichtiger sei, sich auf die nötige konditionelle Komponente zu konzentrieren, um weiter Substanz für die kommenden Aufgaben aufbauen zu können. Von Freitag weg gibt es dann ein freies Wochenende zur intensiven Regeneration, ehe dann ab Montag die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel am 14. September gegen Aufsteiger WSG Tirol startet. Da soll der Auswärtserfolg bei der Admira möglichst mit einem Dreipunkter bestätigt werden.

Nicht dabei sind derzeit übrigens Christoph Halper und David Nemeth, die in das U21- beziehungsweise in das U19-Nationalteam einberufen wurden. Patrick Bürger, Martin Pusic und Florian Hart könnten auch zumindest tageweise fehlen. Sie werden dann bei den Amateuren mittrainieren – nicht strafbedingt, sondern weil sie den B-Lizenz-Trainerkurs absolvieren und die nötige Trainingszeit im Zweierteam erhalten.