Mattersburg

Erstellt am 10. Oktober 2018, 02:37

von Bernhard Fenz

SVM-Trainer Schmidt: „Runde ist nicht für uns gelaufen“. Mattersburg spürt nach der jüngsten Runde den Atem der Konkurrenz aus dem Keller.

Leider nein. Andreas Gruber (r.) und der SV Mattersburg mussten sich bei Rapid mit 0:1 geschlagen geben. Der Ollersdorfer Ex-SVM-Profi Marvin Potzmann (l.) und seine Kollegen setzten sich durch.  |  Ivansich

Im Fußball schickt es sich in aller Regel nicht, zurück zu blicken. „Schau nach vorne“ – dieses Lebensmotto gilt freilich auch im professionellen Geschäft mit der runden Kugel. Manchmal ist ein kurzer Blick zurück aber nicht zu vermeiden, etwa nach dieser Runde. Mattersburg verlor bei Rapid knapp, aber doch, mit 0:1 .

Soweit, so klar. Weil dahinter aber Hartberg, Innsbruck und Altach gewinnen konnten, Admira zudem 0:0 in St. Pölten spielte, rückt das Feld hinter den Burgenländern ordentlich zusammen. Trainer Klaus Schmidt, der die Tabelle klarerweise vor Augen hat, gibt zu: „Die Runde ist nicht für uns gelaufen.“ Nachsatz: „Nach vorne ist dafür nicht so viel passiert, außer, dass uns Rapid überholt hat.“

„In der Regel orientierst du dich immer nach vorne, das gilt auch für uns“

Ergo war es das auch schon wieder mit dem Blick zurück, denn: „In der Regel orientierst du dich immer nach vorne, das gilt auch für uns.“ Der Trainer und sein Team werden jedenfalls speziell die Darbietung bei Rapid aus der zweiten Hälfte für die kommenden Aufgaben nachverfolgen, als sich die Mannschaft mehr zutraute und auch nach vorne konkreter wurde. „In den ersten 25 Minuten haben wir nicht die richtigen Mittel gegen das Spielsystem gefunden und waren nicht mutig genug“, erinnert sich Schmidt zurück, dass seine Mannschaft brauchte, um sich auf die praktizierte Raute von Rapid im Mittelfeld einzustellen.

Vorschau: eine Pause und zwei Heimspiele

Mit Fortdauer der Partie sah der Coach sein Team aber „immer besser. Rapid ist dann im Finish in den Seilen gehängt, aber da haben der Faktor Glück und Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“ Weil die Hütteldorfer ihre Chancen auf die vorzeitige Entscheidung nicht nutzten, blieb es spannend, ehe der SVM kurz vor Schluss noch mehr Risiko nahm, aber das 1:1 nicht mehr gelang.

Länderspielpause soll genutzt werden

Und nun? Folgt einmal aufgrund des Länderspiels Österreich gegen Nordirland eine Meisterschaftspause. Die nutzt der SVM am Donnerstag für einen Test bei den Young Violets, also der Zweiermannschaft von Austria.

Davor und danach wird ordentlich trainiert und am Samstag und Sonntag regeneriert – da haben die Profis frei. In der kommenden Woche liegt der Fokus dann komplett auf den nächsten Aufgaben: Es folgen Heimspiele gegen St. Pölten und Altach – Gelegenheiten, um in der Tabelle wieder mit gutem Grund nach vorne schauen zu können.