SVM will über Einfachheit zur Sicherheit zurück. SVM-Trainer Franz Ponweiser schraubt nach den jüngsten Darbietungen die Erwartungshaltung zurück.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 22. August 2019 (06:18)
Ivansich
Nachdenklich. SVM-Trainer Franz Ponweiser muss aktuell viel grübeln, um sein Team wieder in die richtige Spur zu bringen.

„Wir brauchen definitiv neue Impulse“, spricht Mattersburgs Trainer Franz Ponweiser eine deutliche Sprache. Die jüngsten Auftritte seiner Mannschaft beim 1:5 daheim gegen die Austria und dem 0:5 beim WAC gingen nicht spurlos am Cheftrainer der Burgenländer vorbei.

„Solche Ergebnisse bedeuten viel Zeit, die man mit Nachdenken verbringt. Es ist klar, dass wir anders auftreten müssen, dabei aber nicht alles was wir uns angeeignet haben über Bord werfen“, so der 43-Jährige, der sich die Situation vor seinem Amtsantritt doch anders vorgestellt hat: „Dass wir so viele Gegentore, die auch teilweise richtig billig waren, bekommen, davon kann man nicht ausgehen.“

Was jetzt das Rezept sei, um die Mannschaft wieder selbstbewusster auftreten zu lassen, bereitete Ponweiser doch viel Grübeln: „Wir haben noch am Sonntag eine lange Besprechung mit der Mannschaft gehabt und versucht das Spiel aufzuarbeiten. Aber auch das Trainerteam und ich betreiben Selbstreflexion und versuchen jetzt Lösungen zu finden, um wieder in die Spur zu finden.“

Eigene Ansprüche werden kleiner

Von den Top Sechs sind die Burgenländer zwar nur drei Punkte entfernt — auch wenn es nach vier Runden nicht mehr als eine Momentaufnahme ist. Gesprochen wird von der oberen Tabellenhälfte aber nicht mehr, wie Ponweiser klarstellt: „Die Ansprüche werden zurückgeschraubt. Es heißt jetzt zurück zu den Basics. Wir müssen über die Einfachheit wieder Sicherheit bekommen. Das kann ein gutes Rezept sein. Als Trainer muss man jetzt auch sehr feinfühlig sein. Wir müssen ja trotzdem Ruhe bewahren.“ Und die kann im Pappelstadion auch durchaus einkehren — vor allem dann, wenn man wieder punktet.

Dass jetzt mit St. Pölten und der Admira zwei Teams am Mattersburger Programm stehen, die hinter dem SVM liegen, ist für Ponweiser definitiv kein Nachteil: „Das wird richtungsweisend, wir können uns da viel Selbstvertrauen wieder holen. Natürlich wird es da ein anderes Auftreten brauchen als zuletzt, aber an genau dem arbeiten wir, und haben den nächsten Gegner schon voll im Visier. Wir wollen daheim, vor unseren Fans, zeigen, dass wir besser sind als beim Spiel gegen die Austria.“

Und St. Pölten kommt mit einer 0:6-Pleite im Gepäck ins Burgenland, der Gegner ist also auch nicht wirklich mit Selbstvertrauen bestückt. Nach St. Pölten geht es dann in die Südstadt zur Admira, bevor die Länderspielpause ansteht.