Testspiele mit Niveau für Akademie-Teams. Aufgrund von Corona gibt es für die Akademie-Teams nur Spiele gegen „Gleichgesinnte“ aus Österreich.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 19. Februar 2021 (02:22)
U18-Trainer Christoph Witamwas weilt in seiner Funktion als Videoanalyst bis Mittwoch mit dem ÖFB-Damenteam auf Malta, wo Österreichs Team im Rahmen der „Visit Malta Women’s Trophy“ am Freitag auf Schweden und am Dienstag auf die Slowakei trifft. Für das Testmatch seiner Jungs am Samstag gegen die Admira hat er parallel dazu schon einen Matchplan zurechtgelegt.
Ivansich

Dem kompletten Amateurfußball (und somit auch allen dazugehörigen Nachwuchsmannschaften) sind immer noch die Hände – pardon, besser gesagt: die Füße – gebunden. Die Teilnehmer an der ÖFB-Jugendliga dürfen ihre Vorbereitung und in Folge auch die Meisterschaft (natürlich nur unter Berücksichtigung strenger Auflagen der Präventionskonzepte) hingegen schon durchziehen. Somit war schnell klar. Testspiele gibt’s nur gegen andere AKA-Teams.

Vorab: Die Trainer der Fußballakademie Burgenland waren allesamt davon begeistert, jedes Wochenende gegen Top-Teams zu spielen. In der Vergangenheit wusste man oft nicht, was in der Wundertüte der Gegner steckte. Trat man als U15 gegen eine regionale U16 an, gab es meist ein Schützenfest. Oder eine ordentliche Pleite gegen Fast-Erwachsene, da der Gegner bei der Aufstellung manchmal auch „schummelte“. Bei internationalen Tests passierte es auch schon, dass man gegen ein Profiteam aus der Slowakei antreten musste.

U15. „Die Qualität der Spiele war richtig super“, ist Trainer Christoph Morgenbesser schier begeistert. „Ich kann mir vorstellen, dass das auch in Zukunft beibehalten wird.“ Sein 26-Burschen starker Kader testet am Samstag im Doppelpack. Die körperlich robusteren Kicker messen sich mit den Altersgenossen von Rapid. Der andere Teil des Kaders darf sich gegen das U14-Future-Team des LASK beweisen. „Jeder erhält vor dem Rückrundenstart genügend Einsatzminuten.“ Bewegung ohne Ball und etwas weg vom Angriffspressing – so werden die nächsten taktischen Vorgaben aussehen. „Wir sind Zweiter in der Tabelle“, so Morgenbesser weiter. „Da sind die Gegner auf einmal defensiver als sonst eingestellt.“ Von den Verletzten (Moritz Fischer, Raffael Petrik, Julian Schöll und Michael Krizsanich) sind alle wieder dabei.

U16. „100 Prozent besser“, skizziert auch Chefcoach Ivo Smudla die Gegnerauswahl in der Vorbereitung. „Wir haben schon für den Sommer Partien fixiert.“ Er will sich in Zukunft mit den Trainerkollegen besser absprechen. „Wenn ich den A-Kader rausnehme und die B-Kicker bringe, sollte das der Gegner auch so machen“, denkt Smudla nach. „Man könnte dann beispielsweise viermal 30 Minuten spielen.“ Im Test gegen Rapid wird er es wieder mit einem kompakten Block im Mittelfeld versuchen. Schnelle, robuste Kicker, die ständig anpressen, sucht er in seinem Team vergeblich. Aus der U18 wird er mit zwei Leihgaben rechnen können: Angreifer Lazar Erak und Innenverteidiger Polz.

U18. Trainer Christoph Witamwas weilt bis Mittwoch als Videoanalyst mit dem ÖFB-Damenteam auf Malta. Ihn vertreten in dieser Zeit Arnold Ernst und Enrico Kulovits. „Ein, zwei Positionen sind noch offen“, erklärt Witamwas. „Wir wollen kompakt, aber doch hoch attackieren. Das ist unser Spielplan.“ Für ihn hatte die Vorbereitung durchaus ihren Reiz. Als ziemlich junge U18 tat man sich in der Vergangenheit gegen regionale U19-Teams oder Amateure oft unnötig schwer. „Gegen die Liga-Teams musste ich jonglieren. Alles wird nicht verraten.“