Mattersburg nach 2:1 im Achtelfinale. Nach Wimpassings sensationellem Aufstieg gegen Blau Weiß Linz folgte am Dienstagabend Bundesligist Mattersburg als zweiter rot-goldener Klub in das Achtelfinale. Die Mannschaft von Trainer Gerald Baumgartner erfüllte die Pflicht und setzte sich im Burgenland-Duell beim SC/ESV Parndorf knapp, aber letztlich verdient mit 2:1 durch.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 26. September 2017 (21:09)
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PARNDORF - MATTERSBURG 1:2. Der erste Versuch, die Partie durchzubringen, scheiterte noch aufgrund des schlechten Wetters. Im Nachtragsspiel klappte es – und es sollte ein Arbeitssieg des Favoriten aus Mattersburg werden. Dabei hatte es zu Beginn noch den Anschein, als wollte der SVM Parndorf mit Haut und Haaren fressen. Die von Paul Hafner betreuten Gastgeber beschränkten sich in den ersten Minuten auf reine Defensivarbeit, dementsprechend tief stand das Team aus der Ostliga auch. Da vergab Markus Pink die beste Mattersburger Gelegenheit, als er in Minute sechs aus aussichtsreicher Position nicht den Ball traf. Sieben Minuten später fand ein per Kopf verlängerter Eckball nicht den Weg ins Tor, der Ball konnte geklärt werden.

Mit Fortdauer der ersten Halbzeit schaffte es Parndorf dann aber sehr wohl, die Grün-Weißen von der Gefahrenzone fernzuhalten, ergo schlief die Partie auch ein wenig ein.

Standardsituationen entschieden die Begegnung

So wie am Samstag, als die SVM-Profis beim LASK durch zwei ruhende Bälle für die entscheidende Gefahr sorgten, bedienten sie sich auch im Heidebodenstadion zweier Standardsituationen, um das Spiel zu entscheiden. Erst brachte Michi Perlak den Ball nach einem schnell abgespielten Corner per Flanke punktgenau zu Legionär Jano, der per Kopf ins lange Eck für die Führung sorgte.

Weil kurz darauf Tormann Markus Kuster einen tollen Weitschuss von David Dornhackl entschärfen konnte, stand es nicht 1:1, dafür aber in weiterer Folge 0:2. Minute 75: Eckball Mattersburg, Kopfball an die Latte und Nedeljko Malic überzuckerte die Situation am schnellsten, nickte die Kugel ins Tor.

Ein wenig Cup-Spannung kam dann aber trotzdem noch auf, denn rund zehn Minuten vor dem Ende ging Lukas Fridrikas nach einem Zweikampf mit Flo Sittsam im Strafraum zu Boden. Referee Alan Kijas entschied auf Elfer, den Kapitän Thomas Jusits sicher zum 1:2-Anschlusstreffer verwertete (der Penalty wurde übrigens wiederholt, beide Versuche landeten aber souverän im Netz).

Am Ende gelang dem Außenseiter der Ausgleich aber nicht mehr – auf der Gegenseite scheiterte Rene Renner am Goalie Christian Weidinger. Und dann war Schluss, der SV Mattersburg setzte sich durch und steht somit im Achtelfinale.

P.S.: Die Profis des Bundesligisten siegten das erste Mal in Parndorf. Bei den einzigen bisherigen Begegnungen im Heidebodenstadion (damals spielten beide Klubs in der Ersten Liga) setzte sich der SC/ESV jeweils mit 2:1 durch.

 

STIMMEN DER KAPITÄNE

„Es hat 15 Minuten gedauert, bis wir ins Spiel gekommen sind, dann haben wir wenig zugelassen, waren aber selbst auch ungefährlich. Es ist natürlich bitter, dass wir nach der Pause zwei Tore aus Standards bekommen haben, wir haben aber nicht aufgegeben und sind noch einmal zurückgekommen. Am Ende hat auch das Glück gefehlt.“ Parndorf-Kapitän Thomas Jusits

„Die Platzverhältnisse waren sehr schwierig. Wir haben uns nicht leicht getan und sind zu wenig zwingenden Chancen gekommen. Am Ende sind wir natürlich froh, dass wir weitergekommen sind.“ SVM-Kapitän Nedeljko Malic

 

STATISTIK

PARNDORF - MATTERSBURG 1:2 (0:0).- Torfolge: 0:1 (60.) Jano, 0:2 (75.) Malic, 1:2 (82.) Jusits (Foulelfer).

Gelb: Jusits (18., Foul), Kircher (77., Foul); Prevljak (68., Foul).

SR: Kijas.- Heidebodenstadion, 600.

Parndorf: Weidinger; Kircher, Kummerer, Jusits, Felix Wendelin; Umprecht, Rejdovian; Dilic, Karner (74. Petritsch), Dornhackl; Malcharek (24. Fridrikas).

Mattersburg: Kuster; Fran, Malic, Mahrer, Rath; Jano, Sittsam; Pink, Perlak (64. Prevljak), Gruber (78. Renner); Maierhofer (64. Bürger).