Karner neuer Horn-Coach: „Großes Ziel ist erreicht“. Der Wiesener Markus Karner ist seit gestern, Dienstag, neuer Trainer beim SV Horn. Nach den Regionalliga-Stationen Neusiedl und Gleisdorf ist er nun im Profigeschäft angelangt.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 19. Juni 2019 (00:01)
Martin Ivansich
Markus Karner hat sein Ziel Profi-Trainer nie aus den Augen verloren und ist nun angekommen.

Im Fußballgeschäft kann es schnell gehen, das erlebte in den letzten Tagen und Wochen auch Markus Karner. Im vergangenen Sommer übernahm der 40-Jährige das Trainerzepter beim SC Neusiedl am See, lieferte in der Seestadt eine erfolgreiche Arbeit und schaffte nicht nur frühzeitig den Klassenerhalt, sondern klopfte auch am ersten Drittel der Liga an. Immer im Fokus stand bei Karner dabei das Ziel Profi-Trainer.

„Die Chance, auf die ich lange hingearbeitet habe“

Deshalb entschied er sich auch im April, ein Angebot des Regionalliga Mitte-Vereins FC Gleisdorf anzunehmen. Die Ambitionen des Klubs, der sich mittelfristig in Richtung 2. Liga-Aufstieg bewegen will, waren verlockend.

Eigentlich hatten die Steirer auch drei Jahre mit Karner geplant. Dieser bricht aber schweren Herzens bereits nach zwei Monaten seine Zelte dort ab: „Es war ein innerer Konflikt mit mir selbst, eine der schwierigsten Entscheidungen in meiner Karriere. Letztendlich habe ich mir aber gesagt: Das ist die Chance, auf die ich lange hingearbeitet habe. Die musst du nutzen.“

Die Chance heißt zweithöchste Leistungsstufe, der Verein Horn. Darauf kann sich Karner 100 Prozent fokussieren. Der Burgenländer wird seine Tätigkeit als ASKÖ-Bewegungscoach stilllegen und sich ab sofort als Profi-Trainer ausschließlich mit dem SV Horn beschäftigen. „Die Verantwortlichen sind an mich herangetreten, wir haben dann gute Gespräche geführt und dann ging es recht schnell.“

Familienurlaub musste kurzfristig storniert werden

Davor allerdings arbeitete sich der akribische Coach, dessen erste Station im Kampfmannschaftsbereich gleich jene des Co-Trainers in Mattersburg (von 2013 bis 2016) war, geduldig über die Stationen Stegersbach, Neusiedl/See und Gleisdorf nun wieder zurück in den Profifußball. Diesmal aber als Cheftrainer: „Das war mein großes Ziel, das ich nun erreicht habe.“

Trotzdem soll das Ziel de facto nur den Beginn darstellen. „Der nächste Schritt soll dann auch die UEFA Pro-Lizenz sein“, so Karner, der heute, Mittwoch, mit den Waldviertlern die Vorbereitung startet, aber noch keine echte Zielsetzung gemacht hat: „Zuerst einmal wird der Kader zusammengestellt, dann kann man auch über Ziele reden.“

Zeit für Urlaub blieb übrigens keine mehr. Mit Gleisdorf hätte Karner eine Woche später Trainingsstart gehabt — der Familienurlaub musste daher kurzfristig storniert werden. So geht es eben am Sonntag mit seinem neuen Klub nach Fieberbrunn, wo ein Trainingslager am Plan steht – ein passender Beginn als nunmehriger Profi-Cheftrainer.