Mario Schindlers Ringer-Projekt macht Schule. Nach dem Erfolg im Burgenland wird in Zukunft österreichweit in den Schulen Ringen als Gewaltprävention angeboten.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 24. Mai 2019 (05:15)
Wrestling goes School
Ring frei. Seit vier Jahren trägt das Projekt „Wrestling goes School“ zur Gewaltprävention, Integration und Talentefindung in burgenländischen Volksschulen bei. Mit Oktober startet das rot-goldene Projekt nun bundesweit.goes School

Wrestling goes School
Mario Schindler,Initiator des Projektes „Wrestling goes School“, das mit Oktober bundesweit startet.

Am Anfang waren viele skeptisch: Wie soll Ringen das Gewaltpotenzial senken und zur Integration beitragen? Mario Schindler, Trainer der österreichischen Kadetten-Nationalmannschaft und selbst 20 Jahre als Aktiver auf der Matte, war dagegen überzeugt – und er sollte Recht behalten.

Nach vier erfolgreichen Jahren, die „Wrestling goes School“ nun bereits im Burgenland zur wöchentlichen Routine in acht burgenländischen Volksschulen zählt, macht das Projekt bundesweit Schule. „Ich bin ans Sportministerium herangetreten und habe vorgeschlagen, das Projekt doch auf nationale Ebene zu heben“, berichtet Schindler.

„Es geht nicht um Leistungssport und Siege. Wir haben drei klare Ziele: Gewaltprävention, soziale Integration und Talentefindung.“Mario Schindler, Initiator von „Wrestling goes School“

Nach drei Terminen, in denen er den Ablauf des Projektes geschildert habe, kam schließlich die Zusage. „Offizieller Start ist im Oktober 2019. Bis Juni 2021 wird dann in acht Bundesländern mit jeweils mindestens einer Schule eine Evaluierungsphase laufen,“ so der Gründungsvater des Projektes vorfreudig. Auch wenn der ganz genaue Ablauf bisher noch nicht feststehe: „Über Wettkampfmodus und ähnliches habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Zuerst müssen wir einmal schauen, dass auf organisatorischer Ebene alles läuft.“

Ein bundesweiter Finalbewerb sei jedenfalls vorgesehen, zur Zeit wird in den neuen Partnerschulen das Projekt einmal vorgestellt. Für die Bundesländer stehen bereits geschulte Trainer zur Verfügung, die Kids, Lehrern und Eltern den Sinn von „Wrestling goes School“ näherbringen sollen. Dort richte man sich jedenfalls nach den jeweiligen Wünschen der Schulleitung. „Die Inhalte und die Wege zur Umsetzung sind bekannt, die Ziele müssen dabei von Ost bis West natürlich einheitlich sein. Es geht nicht um Leistungssport und Siege. Wir haben drei klare Ziele: Gewaltprävention, soziale Integration und Talentefindung“, bringt Schindler sein zentrales Anliegen auf den Punkt.

Zeitnah steht nun auch der burgenländische Schulcup Ringen auf dem Programm. Die vierte Auflage geht am 29. Mai im VIVA-Landessportzentrum in Steinbrunn über die Bühne. Über hundert Kids kämpfen dabei um den begehrten Wanderpokal. Titelverteidiger ist dabei die Volksschule Eisenstadt.