Klimaschutz, der burgenländische Weg. Theorie trifft Praxis im Burgenland, zum Wohle des Weltklimas. Forschung Burgenland und Landesholding betreiben gemeinsam einzigartiges Energieprojekt für alle Landesunternehmen. Konkrete Ziele: Energie und damit Tausende Euros einsparen, mit erneuerbaren Energien den eigenen Bedarf decken und somit positiv auf das Klima einwirken.

Erstellt am 06. März 2019 (00:01) – Anzeige
Foto: C. Neumann
Energiesparer aus Wissenschaft und Praxis: Johann Reinprecht (Landesholding Burgenland), Johann Binder (Forschung Burgenland), Dr. Christian Heschl (FH Burgenland);

Die Forschung Burgenland und die Landesholding Burgenland betreiben derzeit ein einzigartiges Energiespar-Projekt: das Projekt ReLEE. Das Kürzel steht für: „Regionale Lösungen für Energieeffizienz und die Verwendung von erneuerbarer Energie“. Das Besondere dabei: Forschung und Lehre sowie die größten Betriebe des Landes unter einem Holding-Dach gehen die Sache gemeinsam an.

„Die Landesbetriebe zeigen, dass sie im Burgenland Vorreiter auch beim Klimaschutz sind. Wir wollen Energie sparen, Kosten senken und erneuerbare Energien einsetzen“, sagt Johann Reinprecht, Projektleiter und Einkaufschef der Landesholding. Johann Binder, Prokurist bei der Fachhochschul-Tochter Forschung Burgenland und treibende Kraft hinter ReLEE, ergänzt:

„Zusätzlich zur Theorie über Energieeffizienz und Erneuerbare Energie, gehen wir gleich auch in die Praxis und setzen vorgeschlagene Maßnahmen im Rahmen von echten Projekte um.“ Johann Binder, Forschung Burgenland

Schneller Zugang unter einem Dach

Im Burgenland kennt man einander. Unter dem gemeinsamen Dach der Landesholding Burgenland GmbH, der Leitgesellschaft aller Landesbetriebe, werden die Wege kürzer und die Verbindungen schnell professionell. Es ist alles andere als alltäglich, dass den Professoren und Studierenden an Fachhochschulen direkte Zugänge zu großen Landesunternehmen wie Krankenanstalten Ges.m.b.H. (KRAGES), Immobilienverwaltung BELIG oder Energie Burgenland AG ermöglicht werden. Studiengangleiter und FH-Professor Dr. Christian Heschl sagt: „Durch laufende Messungen von Energieverbräuchen vor Ort sind wir in der Lage, überdurchschnittlich hohe Verbräuche zu finden und konkrete Maßnahmen für die Firmen vorzuschlagen.“

„Ist zu Mitternacht alles abgesenkt“

Die jeweiligen Energieverantwortlichen in den Unternehmen arbeiten bei ReLEE zusammen. Johann Reinprecht: „Wir erheben und analysieren die Energieverbräuche in den größten landesnahen Unternehmen.“ Es gehe um ähnliche Fragen wie auch im Privatbereich: „Ist um Mitternacht alles abgedreht, ist alles abgesenkt wenn niemand vor Ort ist?“

„Klimaschutz mit positivem Nebeneffekt“

Johann Binder: „Wir zeigen damit, dass Klimaschutz einen positiven Nebeneffekt hat: Wir sehen das Projekt ReLEE auch als geldwertes Service der Landesholding. “ Geben doch alle Holdingtöchter insgesamt rund 1,3 Millionen Euro jedes Jahr alleine für Strom aus. „Langfristig wollen wir im Verbrauch zehn bis 15 Prozent einsparen.“ Das entspreche auch dem Sinn des Energieeffizienzgesetzes.

„Da geht es um einen Haufen Geld – gerade bei landeseigenen Unternehmen müssen wir alle Chancen in Richtung Energiesparen nutzen und gleichzeitig den Klimaschutz fördern.“ Johann Binder