Seit 70 Jahren ein Bestandteil des Burgenlandes. Anfangs waren es 17 Einfamilienhäuser, heute sind es 16.500 Wohnungen und Reihenhäuser, in denen 38.000 Menschen wohnen.

Erstellt am 19. Februar 2021 (11:53)
Alfred Kollar, OSG-Vorstand und Obmann
Andi Bruckner

BVZ: Die OSG feiert heuer ihren 70. Geburtstag. Was ist zu diesem Anlass geplant?

Alfred Kollar: Geplant ist eine Feier fast punktgenau am Tag der Gründung vor 70 Jahren, nämlich am 11. Juni diesen Jahres. Diese Feier soll eine Leistungsschau, vor allem aber eine Zeitreise sein, auf die wir unsere Partner in den vielen Bereichen mitnehmen wollen. Ob wir allerdings diese Feier, vor allem in der Form, wie sie geplant ist, durchführen können, ist aufgrund der aktuellen Situation leider sehr ungewiss.

BVZ: Wie unterscheidet sich die OSG 1951 von der OSG 2021?

Alfred Kollar: Die OSG war zur Zeit ihrer Gründung eine klassische Selbsthilfe-Organisation, eine Genossenschaft im ureigensten Sinn. Die 17 Gründungsmitglieder haben mit gegenseitiger Hilfe ihre Einfamilienhäuser gebaut. Heute ist das Unternehmen ein führender Bauträger, der weiterhin das Kerngeschäft, nämlich die Errichtung von leistbaren Wohnungen und Reihenhäusern, im Fokus hat, der aber sein Betätigungsfeld um ergänzende gewerbliche und kommunale Bautätigkeiten erweitert hat. Und der sich vom ursprünglich auf das Südburgenland beschränkten Unternehmen zu einem Partner von mittlerweile 155 burgenländischen Gemeinden entwickelt hat. Waren es also ursprünglich 17 Einfamilienhäuser, so sind es heute 16.500 Wohnungen und Reihenhäuser, in denen 38.000 Menschen wohnen (also jeder 8. Burgenländer) und viele kommunale Bauten von Pflegeheimen bis hin zu Gemeindeämtern, Feuerwehrhäusern und Schulen.

BVZ: Auf welches Projekt sind Sie heuer besonders stolz?

Alfred Kollar: Es gibt kein spezielles Projekt, auf das ich besonders stolz bin, besser gesagt über das ich mich besonders freue, weil mir grundsätzlich – und das meine ich wirklich so – jedes unserer Bauvorhaben, das wir realisieren können, Freude bereitet. Aber ich beobachte die Entwicklung unseres Büro- und Wohngebäudes in Eisenstadt an der Rusterstraße (am Standort des ehemaligen Lagerhaues), das vor Fertigstellung befindliche Geschäfts- und Wohnhaus in Mattersburg in der Michael Koch-Straße und auch das MEZ in Mattersburg mit sehr großem Interesse, ebenso wie den Beginn des 2. Bauteiles des SAMO-Centers in Markt Allhau und natürlich auch den Start des Hochhauses in Oberwart.

BVZ: Wir befinden uns in Zeiten rascher Veränderungen, gibt es Trends, die Sie feststellen?

Alfred Kollar: Ich denke, da ich den Wohnungsmarkt sehr genau beobachte, dass sich in den vergangenen Monaten das Interesse für das eigene Heim bedingt durch Homeoffice und Homeschooling sehr stark vergrößert hat und dass die Qualität des Wohnens dadurch eine neue Bedeutung erhalten hat.

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