Rohrbacher Kogel: Wandern im Einklang mit der Natur. Ein Wanderweg inmitten naturbelassener Gewässer und prächtigem Panorama.

Von Nina Herowitsch. Erstellt am 01. August 2021 (08:00)

Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Teichwiese“ zieht mithilfe der idyllischen Landschaft Wanderlustige aus dem ganzen Burgenland an. Es gilt unter anderem als Geheimtipp unter Vogelkundlern. Nicht nur für trainierte Wanderer ist diese Route einen Ausflug wert, auch Familien mit Kindern oder ältere Personen können sich der Herausforderung ohne Bedenken stellen und den Rundwanderweg „Teichwiese“ am Rohrbacher Kogel in rund zwei Stunden bewältigen. Der asphaltierte und barrierefreie Rundweg ist Teil des Radweges B30 und B32 und eignet sich somit auch für Kinderwägen oder Rollstühle.

Die weitgehend verschilfte Tallandschaft liegt am Fuße des Rohrbacher Kogels und stellt einen sicheren Wohnraum für Tiere aller Art dar. Startpunkt und Ziel der Wanderroute ist der Rohrbacher Badeteich, bei dem man seine Kräfte mit Getränken oder Speisen wieder „aufladen“ kann. Von dort aus geht es auch gleich los, an blühenden Sonnenblumenfeldern vorbei, zieht sich die Route und lässt einen Blick von oben herab auf Rohrbach zu, bevor einen die erste Kreuzung weiter nach links zum kleinen Teich führt. Die von Vögeln und Amphibien bewohnte Wasserfläche wurde im Mittelalter als Teichwirtschaft angelegt, dessen Bewirtschaftung wurde jedoch vor langer Zeit eingestellt.

Das Schilfrohr, welches wild wuchern durfte, grenzt direkt an Mähwiesen an. Auch Raststellen und Schattenplätzchen sind ausreichend vorhanden. Vor einigen Jahren wurden von der Gemeinde Rohrbach acht Bänke und Informationstafeln mit „Wissenswertem von der Teichwiese“, entlang der Route aufgestellt.

Diese eignen sich perfekt für kurze Verschnaufpausen zwischendurch, bei denen die hügelige Landschaft und in weiter Ferne, Burg Forchtenstein, bewundert werden können.

Bedeutung der Streuobstkultur

Die letzte Station der Route ist der Obstgarten, der als Teil des Projekts „Lebensraum Streuobstwiese“ im Jahr 2010 gepflanzt wurde. Zu verdanken ist dieser Gewinn Hans Weiss, der zusammen mit dem von ihm gegründeten „Obst- und Weinbauverein“ unaufhörlich gekämpft und so eine Kofinanzierung der EU realisiert hat. Konkrete Ziele, die mit ihrem Projekt verfolgt werden, sind die Bewusstmachung der Bedeutung der Streuobstkultur für die regionale Identität schon von Kindesalter an. Die Schulung und Wissensvermittlung von Baumpflege bis zu Verarbeitung von Obst, das Aufzeigen von natürlichen Zusammenhängen im Jahresablauf und nicht zu vergessen, ein barrierefreies Rast- und Erholungszentrum. Die Streuobstwiesen sind zusammen mit dem großen Wald und den Magerwiesen, beziehungsweise Trockenrasen einer der wichtigsten Lebensräume die durch den im Jahre 2006 gegründeten Naturpark Rosalia-Kogelberg geschützt werden sollen. Wer nach der Wanderung noch genügend Energie übrig hat, kann am Ziel der Route, dem Rohrbacher Badeteich, einen Stopp für ein Tennis- oder Beach-Volleyballmatch einlegen.