Die Top-Defensive vom SV Wulkaprodersdorf

1. Klasse Nord

Hinten hui, doch vorne eher pfui - das beschreibt die Hinrunde von Wulka.

Von Marco Haider

Das Team von Thomas Mandl hat eine große Stärke, jedoch auch eine Schwäche.

Das Team von Thomas Mandl hat eine große Stärke, jedoch auch eine Schwäche.

© Bernhard Fenz

Der SV Wulkaprodersdorf erlebt als Aufsteiger in der 1. Klasse Nord eine Saison voller Gegensätze. Einerseits stellt die Mannschaft die zweitstärkste Defensive der Liga – ein bemerkenswerter Wert, der vor allem für taktische Disziplin, mannschaftliche Geschlossenheit und große Laufbereitschaft spricht. Andererseits spiegelt sich diese defensive Stabilität nur bedingt in der Tabelle wider. Nach der Herbstsaison rangiert Wulkaprodersdorf auf dem sechsten Platz und liegt damit nur einen Punkt hinter dem Viertplatzierten aus Wallern. Gleichzeitig zeigt ein Blick nach unten, wie eng die Liga beisammenliegt. Nur sieben Zähler trennen den Aufsteiger von einem möglichen Abstiegsplatz, weshalb von Sicherheit noch keine Rede sein kann. Jeder Punkt ist hart erkämpft, jedes Spiel kann die Situation in beide Richtungen verändern.

Nach vorne und hinten ist alles möglich

Der Hauptgrund für diese Ausgangslage liegt in der Offensive. Mit nur 17 erzielten Treffern hat der SV Wulkaprodersdorf die drittwenigsten Tore erzielt. Gerade diese Kombination aus starker Abwehr und schwacher Offensive macht die Saison jedoch so spannend. Die stabile Abwehr ist ein echtes Faustpfand und sorgt dafür, dass Wulka in jedem Spiel konkurrenzfähig bleibt. In der Rückrunde ist daher noch alles möglich, auch nach vorne hin. Vor allem dann, wenn es gelingt, sich offensiv gezielt zu verstärken, könnte der Aufsteiger weiterhin ein Wort im oberen Tabellendrittel mitreden.