Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

Burgenland-Aktion

Eine schöne Tradition zum Nationalfeiertag wird auch heuer fortgesetzt: Zum 22. Mal öffnen die burgenländischen Museen und Kulturdenkmäler am 26. Oktober ihre Türen. Freien Eintritt und ganz viel zu sehen gibt's in allen Regionen - und hier gibt's alle 39 teilnehmenden Häuser im Überblick!

Von Wolfgang Millendorfer

Zu Gast im Liszt-Salon. Das Geburtshaus des Komponisten in Raiding ist eine der vielen Stationen am Tag der offenen Museumstüren.

Zu Gast im Liszt-Salon. Das Geburtshaus des Komponisten in Raiding ist eine der vielen Stationen am Tag der offenen Museumstüren.

© Andreas Hafenscher

Vom Vom Fahrradmuseum in Illmitz und dem Ziegelmuseum in Nickelsdorf über das Ruster Stadtmuseum und die Landesgalerie, vom Haydn-Haus in den Liszt-Geburtsort Raiding und weiter bis ins Südburgenland zu den Burgen Schlaining und Güssing: So viel Programm bietet der Nationalfeiertag! 39 Museen, Sammlungen und Kulturdenkmäler sind bei freiem Eintritt geöffnet.

Die Initiative des Kulturreferates wird von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil präsentiert; er bedankt sich nicht nur für die Teilnahme der Häuser an der Kulturaktion, sondern auch für die ehrenamtliche Erinnerungsarbeit, die in allen Regionen das ganze Jahr über geleistet wird.

Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

© Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Das thematische Spektrum reicht von der Bildenden Kunst über Brauchtum bis hin zum Erleben von Geschichte – präsentiert in Freilicht- und Spezialmuseen, Galerien, Burgen und Schlössern. Zusätzlich werden Vorträge und Führungen angeboten. Noch mehr Infos gibts auf unserer Überblicks-Liste unten und auf der Landes-Webseite unter https://www.burgenland.at/themen/kultur/tag-der-offenen-museumstuer/.

Alle Museen und Ausstellungen von Nord bis Süd

Schloss Halbturn,Parkstraße 4: Die Ausstellung Verborgene Schätze aus dem Hause Habsburgpräsentiert Kostbarkeiten aus dem Kaiserhaus, die noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

Ziegelmuseum Nickelsdorf,Scheunengasse 1: Zu sehen sind historische Ziegel mit Stempel, Steine und archäologische Fundgegenstände. Aktuell: Sonderausstellung Zwischen zwei Welten des bulgarischen Künstlers und Bildhauers Boyko Mitkov

Ikonen- und Bibelmuseum Potzneusiedl – Schloss Potzneusiedl,Untere Hauptstraße 1: Antiquitätenhandel mit Ikonen und Zsolnay-Keramik; Bibelausstellung mit Bibeln aus sechs Jahrhunderten; Sammlung österreichischer und ungarischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts

Museum Jois,Untere Hauptstraße 23: Unter dem Leitbild „Jois von der Steinzeit zur Weinzeit“ werden rund 1.200 Exponate präsentiert. Neu: der Fotoraum „Joiser Bilderbogen“; Führung um 15 Uhr

Wander Bertoni Freilichtmuseum,Gritschmühle 1, Winden am See: Zahlreiche Großplastiken des Künstlers sind auf freiem Gelände ausgestellt, sein Lebenswerk chronologisch geordnet im Ausstellungspavillon und verschiedene Zyklen in der Galerie sowie rund 4000 Eier verschiedenster Materialien in einem „gläsernen Nest“ auf zwei Etagen.

Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

© Birgit Böhm-Ritter

Turmmuseum Breitenbrunn,Prangerstraße: Zu sehen sind das Skelett des Windener Höhlenbären, alte Werkzeuge, Münzen und Schautafeln über die Hydrogeologie und die Geschichte des Neusiedler Sees.

Stadtmuseum Kremayrhaus Rust,Conradplatz 2: Das liebevoll restaurierte Bürgerhaus präsentiert Kunstgegenstände, Antiquitäten und bedeutende Stücke des Ruster Stadtarchivs in wohnlicher Atmosphäre. Sonderausstellung „Wir fliegen auf Sie ...“ von Sabine König

Heimathaus Mörbisch,Hauptstraße 55: Vermittelt burgenländisches Lebensgefühl des bäuerlichen Standes vergangener Jahrhunderte inklusive funktionstüchtiger Baumpresse. Führungen zu jeder vollen Stunde; um 15 Uhr gibt's einen Vortrag über Kirtagsbräuche

Landesgalerie Burgenland,Franz Schubert-Platz 6, Eisenstadt: Zeitgenössische und moderne Kunst in allen Spielarten - aktuell: Ralo Mayer versammelt in 47 Stoffe Werke von Keramikskulpturen, Fotografien und Filmen bis zu textilen Oberflächen und literarischen Texten. Im Mittelpunkt der „Secrets“von Judith Horvatits steht das Verborgene und Geheimnisse des Lebens. In der Reihe „Im Fokus“ steht die poetische Malerei der Künstlerin Linda von Alten.

Haydn-Haus Eisenstadt, Joseph Haydn-Gasse 19: In den rekonstruierten Räumen erhalten Besucherinnen und Besucher Einblick in Haydns musikalisches Schaffen abseits seiner höfischen Verpflichtungen. Die Dauerausstellung: Haydn@homezeigt Privates, Wissenswertes, Amüsantes.

Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

© Andreas Hafenscher, Andreas Hafenscher

Diözesanmuseum Eisenstadt,Joseph Haydn-Platz 1: Die Sonderausstellung 100 Jahre Landespatron heiliger Martinerinnert an die Suche nach einem Landespatron und an große Martinsfeiern im Laufe der Geschichte.

Österreichisches Jüdisches Museum,Unterbergstraße 6, Eisenstadt: Aktuell sind drei Ausstellungen in einem Haus zu sehen: Mischpoche – Juden/Jüdisches im zeitgenössischen Puppentheater. Ein Streifzug; Jüdische Architekten des Jugendstils in Österreich-Ungarn; Die Geschichte der ungarisch-jüdischen Familie Tevan

70er Haus der Geschichten,Hintergasse 70, Mattersburg: Das Museum öffnet den Blick auf lokale Geschichtsdarstellungen und Interpretationen. Sonderausstellung: Kunst-Installation: Walbersdorfer Ziegeleien

Schuhmühle Schattendorf,Am Tauscherbach 1: Neben archäologischen Funden und der Geschichte der Müllerfamilie Schuh werden aktuell Ankäufe der Schuhmühle ausgestellt, das „1927er Haus“ ist ebenfalls geöffnet.

Synagoge Kobersdorf,Schlossgasse 25: Die im Stil des Historismus errichtete Synagoge wurde 1860 eröffnet; nachdem das Land Burgenland die Synagoge erworben hatte, erfolgte 2022 die feierliche Wiederöffnung als Kultur-, Wissenschafts und Bildungszentrum; Führungen um 14 und 15 Uhr

Burgruine Landsee:Eine der größten Burgruinen Mitteleuropas, von der Aussichtsplattform genießt man einen herrlichen Rundblick über das Mittelburgenland bis hin zum Neusiedler See und in die Bucklige Welt.

Mida Huber Haus,Landsee 223: Ehemaliges Wohnhaus und Arbeitsraum der Mundartdichterin und Künstlerin Mida Huber (1880–1974). Voranmeldung telefonisch bei Elisabeth Schütz (0664 / 798 13 16)

muba – museum für baukultur neutal,Hauptstraße 58: In der ständigen Ausstellung des Museums wird die sozial- und wirtschaftshistorische Entwicklung des Burgenlandes am Beruf der Maurer sowie des Bauwesens im Allgemeinen dargestellt; Sonderausstellung: Frauen am Bau

Liszt Museum Raiding,Lisztstraße 46: Die Ausstellung Le Concert c’est moi – Das Konzert bin ich zeigt Franz Liszt in drei Bereichen hautnah: Im Geburtshaus, im Liszt Salon sowie in der Instrumentensammlung wird der Superstar des 19. Jahrhunderts als leidenschaftlicher Mensch, genialer Musiker und visionärer Erneuerer lebendig.

Freilichtmuseum Unterrabnitz,Bründellehen 23: ein archäologisches Freilichtmuseum, in dem das Leben im 8. bis 11. Jahrhundert anschaulich gemacht wird. Rekonstruierte Häuser, Werkstätten und Gärten zeigen den Alltag der Menschen im Frühmittelalter. Workshops und Führungen vermitteln Geschichte auf lebendige Weise. Programm: Töpfern, Bogenschießen, Archäologie; Führungen um 11 und 15 Uhr

Bergbaumuseum Goberling,Goberling 118: Das Museum zeigt die Geschichte des Bergbaus, die Arbeit der Bergleute, den Wert und die Verhüttung des Antimons sowie Berufskrankheiten und Geologie. Führungen um 14 und 16 Uhr

Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

© Bergbaumuseum Goberling

Stadt-, Tuchmacher- u. Feuerwehrmuseum Pinkafeld,Rathausplatz 1: Das Museum präsentiert Exponate zur Stadt-, Garnisons- und Kirchengeschichte sowie zur Tuchmacherei und zeigt die wechselvolle Geschichte der ältesten Feuerwehr des Burgenlandes. Aktuell: Sonderausstellung100 Jahre Bahnlinie Pinkafeld-Friedberg; 15 Uhr: Vortrag von Rudolf Köberl: „Die NS-Opfer von Pinkafeld am Beispiel der Widerstandskämpfer“; Rahmenprogramm: Schauweben, Fahrbetrieb von Modelleisenbahnen

Uhrenstube Aschau,Aschau 49: Die Sammlung besteht aus Wand- und Konsoluhren, Bodenstanduhren, Uhren mit Musikspielwerken sowie anderen Uhren des 15. bis 19. Jahrhunderts, aus den Stilperioden der Gotik und Renaissance, des Barocks und des frühen Industriezeitalters.

Museum Oberschützen,Hauptstraße 25: Das Museum bietet einen Einblick in die Sammlung Simon und das Wirken von Pfarrer Gottlieb August Wimmer.

DAZUMAL – Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf,Josef Hölzel-Allee 1: Eintauchen in das bäuerliche Leben von dazumal, ein Spaziergang durch ein reizvolles Naturareal: strohgedeckte Bauernhäuser aus umliegenden burgenländischen Ortschaften, Presshaus, Tschardake, Kitting, Kreuzstadel werden mit zahlreichen Dokumentationsschildern erklärt. Führungen um 10.30 und 14 Uhr

REDUCE Kurmuseum,Im Quellenhof/Am Kurpark Bad Tatzmannsdorf: Präsentiert werden 400 Jahre Kurtradition, die dörfliche Entwicklung des Ortes sowie das „Habsburger Zimmer“, das dem Kaiserpaar Franz Joseph I. und Elisabeth gewidmet ist. Geöffnet nur für die Führung um 10 Uhr

Friedensburg Schlaining,Rochusplatz 1: Dauerausstellungen - Burggeschichten, Burgenland ab 1921 – eine Region erzählt, Schlaining und Frieden – interaktive Ausstellung zu Frieden und Demokratie, Spurensuche – Fragmente jüdischen Lebens im Burgenland; Sonderausstellung: Dunkle Zeiten. Von Tätern und Gerechten, dazu Führungen um 11 und 14 Uhr; um 12 und 15 Uhr Familienführungen: „A Binkerl vui mit G`schichten“

Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

© Friedensburg Schlaining

TRU kunsthaus und skulpturenpark ulrike truger,Trulitsch 22, Markt Allhau: Im Museum werden Arbeiten im öffentlichen Raum, Symposien, Aktionen, die Diplomarbeit und frühe Steinarbeiten gezeigt. Darüber hinaus sind auch die Ausstellung und der Skulpturenpark zu besichtigen.

Gedenkstätte Kreuzstadl,Geschriebensteinstraße, Rechnitz: Der Kreuzstadl Rechnitz dient als Erinnerungsort an das Massaker von Rechnitz 1945. Schautafeln, Videos und Objekte skizzieren das Schicksal der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter beim Südostwallbau.

Unterwarter Heimathaus,Obere Hauptstraße 7: Das authentisch eingerichtete Arkadenhaus präsentiert rund 4.000 Exponate. Dazu zählen haus- und landwirtschaftliche Geräte, Handwerksutensilien, Keramik und Bücher.

Burgenländisches Hochzeitsmuseum,Untere Dorfstraße 27, Badersdorf: Wie wurden traditionelle Hochzeiten gefeiert? Welche Bräuche gab es? Welche Kleidung trug man? Die Antworten auf diese Fragen gibt das Burgenländische Hochzeitsmuseum.

burgenländisches geschichte(n)haus,Florianigasse 1, Bildein: Einblicke in die Geschichte des Burgenlandes; anhand von Alltagsgegenständen, Fotos, Dokumenten und Erinnerungen der Bewohner des kleinen Ortes an der Grenze zu Ungarn begibt man sich direkt auf die Spur der burgenländischen Vergangenheit.

Landtechnik-Museum Burgenland,Schulstraße 12, St. Michael: Auf 2.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche wartet eine Zeitreise durch 200 Jahre Landtechnik – von der hölzernen Egge bis zum Hightech-Traktor.

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf,Museumstraße 20: Das größte Freilichtmuseum des Südburgenlandes umfasst 32 Objekte der letzten drei Jahrhunderte, die aus verschiedenen burgenländischen Orten abgetragen und hier liebevoll wiedererrichtet wurden. Aktuell: Ausstellung MomentWelten von Silvia Hoanzl

Burg Güssing,Batthyány-Straße 10: Auf Burg Güssing wurde 2024 ein historisches Ereignis gefeiert: vor 500 Jahren wurde Franz Batthyány mit der Burg und der Herrschaft Güssing belehnt. Anlässlich dieses Jubiläums bietet die Ausstellung Der Pelikan über Güssing – 500 Jahre Familie Batthyány auf der Burg einen Einblick in die Entwicklung über fünf Jahrhunderte. Führung um 14 Uhr

Am Nationalfeiertag ins Museum: 39 Mal freier Eintritt

© BVZ

Auswanderer- und Josef-Reichl-Museum,Stremtalstraße 2, Güssing: Zu sehen ist die Geschichte der Amerika-Auswanderung anhand von persönlichen Gegenständen, Bildern und Dokumenten sowie ein Einblick in das Leben der Burgenländer in Amerika.

Weinmuseum Moschendorf,Pinkataler Weinstraße 1: Strohgedeckte, teilweise eingerichtete Wohnhäuser und Weinkeller, Schusterwerkstatt und Schmiede geben Einblick in die Lebensweise der bäuerlichen Bevölkerung im 18. und 19. Jahrhundert.

Historischer Gedenkraum am Schlösslberg,Kreuzstadl am Schlösslberg, Mogersdorf 77: Schauraum zur Schlacht gegen die Türken am 1. August 1664; zu sehen sind Schlachtenmodell, Waffen und Rüstungen.