Forchtenstein: Unmut über Baustelle entlang der Hauptstraße

FLF kommentiert

Die Bauarbeiten auf der Hauptstraße von Forchtenstein konnten nicht vor Winterbeginn fertigstellt werden - die Stimmung darüber ist im Dorf nicht am besten.

Von Elena Schuh

Die Baustelle der Hauptstraße gegen Anfang Dezember.

Die Baustelle der Hauptstraße gegen Anfang Dezember.

© https://www.facebook.com/photo?fbid=10167597878025538&set=pcb.10167597887760538, Christian Spuller

Die unmittelbar vor Winterbeginn gestartete Großbaustelle auf der Hauptstraße von Forchtenstein sorgt für erheblichen Unmut in der Bevölkerung, wie Christian Spuller von der Freien Liste Forchtenstein berichtete. Die Baustelle wurde wintersicher gemacht, ein Streifen der Straße abwechselnd links und rechts ist derzeit nicht befahrbar, die Straße ist momentan also schmäler. Hierbei soll es zu gewissen Uhrzeiten zu einem großen Chaos kommen, wie Spuller erläuterte.

„Winterbaustelle ohne Vorwarnung“

„Der Unmut erstreckt sich über die gesamte Gemeinde, da nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch der Winterdienst erheblich beeinträchtigt sind“, so Spuller, „Ein Alleingang des Bürgermeisters hat zu einem Bauprojekt geführt, das im Gemeinderat beschlossen wurde, ohne dass zu diesem Zeitpunkt eine offizielle Beauftragung des Landes an die Baufirma vorlag.“

Darüber ist die Tatsache, dass die Entscheidung für den Baubeginn offenbar entgegen der Empfehlungen der Fraktionen FLF und ÖVP erfolgte, die den Bürgermeister eindringlich aufgefordert hatten, die Großbaustelle nicht im November zu starten, sondern erst im Frühjahr. Da jedoch zwei Mitglieder der ÖVP dafür stimmten, wurde das Projekt mehrheitlich beschlossen und abgewickelt.

In einem Facebook-Post von Anfang Dezember weiste Spuller schon einmal auf diese Umstände hin: „Genau am Wochenende des Adventmarktes auf der Burg, mit entsprechendem Verkehr, gab es tiefe Schlaglöcher in der Fahrbahn. In der Zwischenzeit liegen mehrere Beschwerden über ruinierte Fahrzeuge in der Gemeinde auf.“ Die mangelnde Kommunikation und das Verschweigen wichtiger Informationen in der Gemeinderatssitzung verstärken laut Spuller den Unmut.

„Die Bevölkerung muss es nun ausbaden. Bedanken kann man sich in diesem Fall ganz eindeutig und klar direkt beim Herrn Bürgermeister“; schreibt Spuller in seinem Post, „Und die "Zusammenarbeit" mit dem Herrn Bürgermeister bleibt eine sehr komplizierte Sache.“

Bürgermeister verteidigt Entscheidung

Bürgermeister Alexander Rüdiger Knaak verteidigt die Entscheidung und erklärt, dass die Bauarbeiten im Bauprogramm 2023 vorgesehen waren. Da es sich um ein Projekt des Landes handelt, wurde die Abwicklung durchgezogen. Die Motivlage des Unmuts sei ihm nicht bekannt, es seien keine Beschwerden im Gemeindeamt eingegangen. Weiters soll zu keinem Zeitpunkt Schlaglöcher gegeben haben, und es entstehen keine bekannten Mehrkosten aufgrund der Wintersicherung.