Stausee-Kantine: Pachtvertrag mit Thomas Schenk verlängert

Forchtenstein

Die Gemeinde Fochtenstein und Thomas Schenk verlängerten den Pachtvertrag auf weitere fünf Jahre.

Von Elena Schuh

Seine Speisen bereitet Thomas Schenk alle frisch zu.

Seine Speisen bereitet Thomas Schenk alle frisch zu.

© zVg, zVg.

Thomas Schenk, 58 Jahre alt und seit 42 Jahren in der Gastronomie tätig, führt erfolgreich seine Badkantine in Forchtenstein. Nach seiner langjährigen Karriere in Wien zog er vor fünf Jahren nach Forchtenstein und übernahm die Kantine gemeinsam mit seiner Frau.

Schwierige Anfangsphase: Corona-Lockdowns und Betriebsstillstand

Die Badkantine wurde zuvor von einer Pensionistin betrieben, die Schenk ablöste. Die Grundprinzipien des Angebots, insbesondere frisch zubereitete Speisen und Getränke für zwischendurch, blieben erhalten. Schenk ist im Dienstleistungsbereich tätig und liebt seine Arbeit, was sich in der Qualität der selbstgebackenen Kuchen und handpanierten Schnitzeln zeigt. „Wir produzieren alles frisch“, erklärt Schenk, „die Qualität unserer vorgesetzten Speisen ist uns sehr wichtig.“

Die Übernahme erfolgte in turbulenten Zeiten, insbesondere durch die Corona-Lockdowns, die den Betrieb vorübergehend lahmlegten. Trotzdem blieb Schenk optimistisch und ist stolz darauf, dass das Geschäft nun wieder anläuft, wenn auch der Normalbetrieb bisher selten war.

Stausee-Kantine: Pachtvertrag mit Thomas Schenk verlängert

© zVg., zVg.

Aktuelle Herausforderungen: Energiepreise, Personalmangel und Teuerung

Momentan sieht sich Schenk jedoch wieder mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die steigenden Energiepreise bereiten ihm Sorgen, und der Mangel an qualifiziertem Personal ist ein weiteres Problem. Trotz mehrfacher Anzeigen und Ausschreibungen bleibt die Suche nach Mitarbeitern erfolglos. „Man findet heutzutage aber kaum Leute, die eine Arbeit in der Gastronomie übernehmen möchten", erklärt Schenk.

Er habe schon mehrere Male beim AMS Mattersburg Anzeigen geschaltet und auch sonst die Stelle ausgeschrieben, jedoch keine Antwort bekommen. Zudem spüren sie die Auswirkungen der Teuerung, jedoch erhöhten sie die Preise nur minimal, um die Kundschaft nicht zu belasten. „Wir haben unsere Preise aber nur um 10 Cent erhöht", berichtet Schenk, "schließlich soll das ganze leistbar und realistisch bleiben."

Die Hauptzielgruppe der Badkantine sind im Sommer Kinder, und Schenk möchte die Eltern nicht mit hohen Preisen belasten. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen erhöhte er die Preise nur geringfügig, um das Angebot für die Eltern erschwinglich zu halten.

Thomas Schenk hat kürzlich den Pachtvetrag auf weitere fünf Jahre unterzeichnet, bei der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde dies auch offiziell abgesegnet. Fünf Jahre - so lange möchte er die Badkantine auf jeden Fall noch führen. Dies natürlich unter der Bedingung, dass die wirtschaftliche Lage nicht noch angespannter wird. "Wir werden natürlich auch in Zukunft versuchen, immer irgendwie durchzukommen", so Schenk, "Aufgeben ist erst die allerletzte Option."