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Wolfgang Böck lädt mit der 20. Produktion zum venezianischen Karneval
Schloss-Spiele Kobersdorf
„Der Diener zweier Herren“ ist diesen Sommer auf Schloss Kobersdorf zu sehen. Das Team der Schloss-Spiele rund um Intendant Wolfgang Böck und dem kaufmännischen Leiter Thomas Mersich gab zusammen mit Land und Sponsoren nun erste Einblicke in die Produktion. Der Intendant freut sich auf „eine wilde Komödie mit Tiefgang“.
Vorfreude auf den Festivalsommer. Intendant Wolfgang Böck, Landesrat Heinrich Dorner, Bühnenbildner Erich Uiberlacker, Burgenland-Energie-Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma und der kaufmännische Leiter Thomas Mersich (v.l.).
© Gregor Hafner, Hafner Gregor
Das Bühnenbild als erster Vorbote der Festspielsaison verspricht schon einiges: Erich Uiberlacker verwandelt den Schlosshof in Kobersdorf in bewährter Manier zur innovativen Kulisse – dieses Mal ist es ein venezianischer Ballsaal, ein Schloss, passenderweise. Dort spielt Goldonis „Diener zweier Herren“, im Mittelburgenland kommt das Stück in der Version von Peter Turrini auf die Bühne.
Nach dem 50-Jahr-Jubiläum des Festivals im Vorjahr, gibt es auch heuer „runde Sachen“: Es ist die 20. Produktion unter Intendant und Schauspieler Wolfgang Böck (in seinem 21. Kobersdorf-Sommer). Goldonis „Diener“ war das erste Stück der Schloss-Spiele, als man vor Jahrzehnten ins professionelle Veranstaltungsgeschäft eingestiegen ist. Und Bühnenautor Peter Turrini feiert im Herbst noch dazu seinen 80. Geburtstag.
„Wenig Philosophie und viel Spaghetti“, so umschrieb einst ein Kritiker den „Diener zweier Herren“; in Kobersdorf steckt aber noch mehr drin, wie bei der Präsentation im Kulturzentrum Eisenstadt verraten wurde: „Ein richtig sinnliches und sattes Stück“, wie Wolfgang Böck meint.
© Gregor Hafner, Hafner Gregor
Inszenieren wird Beverly Blankenship, die 2019 das „Mädel aus der Vorstadt“ in den Schlosshof brachte: „Sie sprudelt nur so vor Phantasie, dass es einem manchmal ganz schwindelig wird“, sagt Böck. Im positivsten Sinn natürlich; das wird auch das Publikum merken.
Mehr als eine Sommerkomödie
Als Fan des Intendanten „outete“ sich Landesrat Heinrich Dorner, der in Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an der Präsentation teilnahm: Nicht nur die touristische Wertschöpfung und die durchschnittliche Auslastung von 96 Prozent machen Freude, vor allem ist es auch die künstlerische Qualität: „Wolfgang Böck und die Schloss-Spiele schaffen Jahr für Jahr komödiantische Stücke mit Tiefgang.“
Als kaufmännischer Leiter wies Thomas Mersich auf eine andere runde Zahl hin: Die Marke von 280.000 Besucherinnen und Besuchern wird diesen Sommer überschritten; mehr als 60 Prozent der Karten sind schon weg. Fixpunkte sind natürlich auch wieder die Bike- und Oldtimer-Ausfahrt zum Festival, ebenso wie die heimischen Betriebe mit burgenländischen Schmankerln.
Der Dank von Böck und Mersich ging daher auch an das Team, „an all die helfenden Hände hinter den Kulissen“, wie auch Karin Gollowitsch, die seit Beginn der „Ära Böck“ mit dabei ist.

© Gregor Hafner, Hafner Gregor
Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender des Langzeit-Sponsors Burgenland Energie freut sich ebenfalls bereits auf den Sommer. Als Energieversorger setze man einerseits auf neue Technologien, in Zeiten der künstlichen Intelligenz sei das Theater aber ein willkommenes Gegengewicht. Waldquelle und Szigeti sind – wie viele mehr – ebenfalls wieder als Unterstützer an Bord.
Bewährte Teamarbeit also in Kobersdorf, die auch heuer sommerliches Theater in bester Form erwarten lässt. Die Verwirrungen und vergnüglichen Verstrickungen spielen im Jahr 1921 an einem einzigen Karnevalstag, mit allem Drum und Dran. Auch eine Gondel darf nicht fehlen. Intendant Böck selbst ist als „venezianischer Mafioso“ zu sehen, zusammen mit bekannten Gesichtern und jungen Kolleginnen und Kollegen.

© Gregor Hafner, Hafner Gregor
Das Team der heurigen Kobersdorf-Saison
Darstellerinnen und Darsteller: Wolfgang Böck, Nico Dorigatti, Hannes Gastinger, Ida Golda, Lukas Haas, Thomas Kamper, Andrea Köler, Hubert Kramar, Ines Schiller, Bettina Schwarz, Christian Strasser, Lucija Varsic
Regie: Beverly Blankenship
Bühnenbild & Gestaltung:Erich Uiberlacker
Kostüme:Gerti Rindler-Schandl
Dramaturgie: Oliver Binder
Produktionsleitung: Karin Gollowitsch