Durch authentische Qualität zum Genuss. Über neue Bestrebungen im Wein-Tourismus.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:48)

Dass der burgenländische Wein das Potenzial hat, Gäste ins Land zu locken, davon zeugen die Besucherzahlen bei den diversen Weinveranstaltungen vom Martiniloben am Neusiedler See über die sommerlichen Rotwein-Events in der Landesmitte bis hin zu Uhudlerfesten im Südburgenland. Nun haben sich einige der prominentesten Botschafter des burgenländischen Weins zum Ausschuss „Weintourismus Burgenland“ zusammengeschlossen, mit dem Ziel, Synergien zu verstärken und so auch mehr (Wein-)Touristen ins Land zu bringen.

Es geht darum, den Wein ganzjährig als Genusserlebnis zu inszenieren und ein Gesamtpaket für den Gast zu schnüren. Trotz oder gerade wegen der Globalisierung auch der kulinarischen Welt – selbst in den kleinsten Städten gibt es zumindest einen Italiener, ein Asia-Restaurant und ein Kepab-Lokal – gewinnen regionale Spezialitäten laut Experten an Bedeutung, weil man „Region“ mit Vertrauen, Sympathie, Nachhaltigkeit und Echtheit verbindet. Ganz in diesem Sinne werden auch Herstellungsprozesse und Entstehungsgeschichten als spannendes Thema für Touristen gesehen.

Hier gibt es in den burgenländischen Weinbaubetrieben sicher noch Potenzial, entsprechende Angebote und damit auch Anreize für Weintouristen zu schaffen. Und genau dabei will der neue Ausschuss unterstützen, indem er neue Ideen einbringt und bei deren Umsetzung unter die Arme greift. Die Erfolgsaussichten sind gut, denn laut Experten funktioniert kulinarischer Tourismus dann, wenn zwei Dinge gegeben sind: Authentizität und Qualität. Und beides vereint der burgenländische Wein – der gleichsam auch ein Stück burgenländisches Lebensgefühl ist – zweifellos in einer Flasche.