Corona-Tests: Plan B für die Schulen

In Burgenlands Klassen halten sich Quarantäne-Fälle (noch) in Grenzen. Wie es weitergehen soll, wird dennoch diskutiert.

Wolfgang Millendorfer
Wolfgang Millendorfer Erstellt am 16. September 2021 | 03:12
kind schule maske coronavirus symbolbild
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Das dänische Modell wünscht sich Landeschef Doskozil vom Bund (siehe oben), das deutsche Schulmodell wollte der Bund zuletzt in den Ländern etablieren und damit nur mehr unmittelbare Sitznachbarn von infizierten Schülerinnen und Schülern in Quarantäne schicken.

Während österreichweit bereits hunderte Klassen zuhause „sitzen“, wurden seitens der Bildungsdirektion mit Letztstand Mittwoch nur zwei solcher Fälle vermeldet. Mit Beginn der Woche wurden elf positive Antigen-Tests in Burgenlands Schulen gezählt – was jedoch nicht sofort die Quarantäne auslöst: Die Gesundheitsbehörden entscheiden und weisen weiterführend einen PCR-Test an.

Einig sind sich Politik, Schulen und Schüler: Das Zusperren soll die allerletzte Konsequenz sein. Sie befürworte „alle Maßnahmen, die einen sicheren Präsenzunterricht in den Schulen gewährleisten“, sagt Landesrätin Daniela Winkler; das gelte auch für die Kindergärten. „Alle zusammen aufpassen, die Menschen mitnehmen“, lautet das Motto von Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz. Probleme mit der Test-Abwicklung wurden im Land auch kaum gemeldet. „Auch wenn‘s anstrengend ist, kommt das Testen gut an“, sagt Elisa Ergasti von der Schülerunion; das Lernen in Gemeinschaft funktioniere viel besser. Darum wünschen sich auch die Schüler etwas: einen Plan, was bei höheren Inzidenzen passieren soll.