Zweisprachiges Gymnasium Oberwart zu Gast im Landtag

Aktualisiert am 27. September 2022 | 15:53
Lesezeit: 4 Min
Landtagspräsidentin Verena Dunst und Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf, sowie die Landtagsabgeordneten Elisabeth Trummer, Walter Temmel, MMag. Alexander Petschnig und Wolfgang Spitzmüller empfingen Schülerinnen und Schüler des zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart zum Dialog, Landtagsabgeordnete verschiedener Fraktionen beantworteten Fragen
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Im Rahmen des Projekts „Jugend im Landtag“, der Demokratieoffensive von Landtagspräsidentin Verena Dunst, werden Jugendliche zum Mitgestalten eingeladen und für die politische Arbeit im Burgenland begeistert. Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klasse des zweisprachigen Gymnasiums Oberwart fanden sich im Landhaus ein, um ihre eigenen Themen und Anliegen mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern zu diskutieren.

Dabei stand Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf den Jugendlichen eine Stunde lang Rede und Antwort. Durch eine zweite Fragerunde – mit den Landtagsabgeordneten Elisabeth Trummer, Walter Temmel, MMag. Alexander Petschnig und Wolfgang Spitzmüller – führte DDr. Barbara Glück, die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Dabei standen die Themen Bildung (Bildungseinrichtungen, Berufsausbildung, pädagogische Arbeit und politische Bildung), Naturschutz und Gesundheit im Mittelpunkt. Im Vorfeld der Gespräche erhielten die heutigen „Jungabgeordneten“ eine Führung durch das Landhaus. Mit dabei war auch der „Auslandsdiener des Jahres“ 2020 des Österreichischen Auslandsdienstes, Jonathan Dorner.

„Mit ‚Jugend im Landtag‘ wird unser Landesparlament der Aufgabe gerecht, junge Menschen für Politik zu begeistern und zum Mitmachen zu animieren“, sagte Landtagspräsidentin Verena Dunst bei der Begrüßung. Für die Schülerinnen und Schüler hatte die Landtagspräsidentin heute eine besondere Botschaft: „Die Mehrsprachigkeit wird Ihnen einen riesigen Vorteil bringen. Sie können darauf stolz sein. Im Berufsleben ist es ganz wichtig, mehrere Sprachen zu können.“  Im Anschluss daran stellten die Schülerinnen und Schüler des zweisprachen Bundesgymnasiums Oberwart zahlreiche Fragen zu den Themen Verkehr und Mobilität, Bildung, Gesundheit und Natur- und Klimaschutz.

Eisenkopf betonte dabei, dass mehr als ein Drittel unter Naturschutz stehen. „Derzeit laufen Naturschutzberatungen in den Gemeinden. Das Projekt Dorferneuerung legt seinen Schwerpunkt auf die Schaffung von Grünflächen als Erholungsraum und für den Klimaschutz“, betonte Eisenkopf. Und was die Frauenpolitik im Burgenland anbelangt, können Eisenkopf und Dunst auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken: Beide sind die ersten Frauen in den zwei höchsten Ämtern des Landes – Eisenkopf als Landeshauptmann-Stellvertreterin und Dunst als Landtagspräsidentin und jüngste Nationalratsabgeordnete.

Ein weiteres Thema, das die Schülerinnen und Schüler beschäftigte, waren die Busverbindungen. Hier wurde laut Eisenkopf und Dunst durch die Gründung der Verkehrsbetriebe Burgenland schon viel geschafft. Busverbindungen nach Graz, Wien, Oberpullendorf und Wiener Neustadt werden angeboten.

Projekt #mitreden – Jugend im Landtag

Im Projekt ‚#mitreden – Jugend im Landtag‘ gilt es, gerade Jugendliche für die politische Arbeit im Burgenland zu interessieren, zu begeistern und einzuladen, mitzureden, Politik nicht nur zu erleben, sondern sie auch tatsächlich selbst mitzugestalten. Zielgruppe sind Jugendliche in Ausbildung ab 16 Jahren. Daher werden die 36 dafür in Frage kommenden Schulen, aufgeteilt auf drei Schuljahre, auf Initiative der Bildungsdirektion eingeladen, Schülerinnen und Schüler auf den Landtag vorzubereiten.

Die Projektpartner sind der Burgenländische Landtag, die Stiftung Private Pädagogische Hochschule Burgenland in enger Kooperation mit der Bildungsdirektion und die Volkshochschule Burgenland. Die Jugendlichen werden dabei angeleitet, Themen, die sie im Landtag mit Regierungsmitgliedern und Abgeordneten diskutieren möchten, auszuwählen, zu recherchieren, zu argumentieren und sich dafür einzusetzen.