Corona sorgt Single-Eltern. Eisenstadt: Der Lockdown lässt den finanziellen und psychischen Druck auf Eltern steigen. Ein Verein versucht zu helfen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Januar 2021 (04:52)
BVZ

Die Corona Krise macht es besonders Alleinerziehenden schwer. Die Anrufe und E-Mails von hilfesuchenden Alleinerziehenden an den „Verein Alleinerziehend – aber nicht allein“ werden aufgrund der Lockdowns immer mehr, berichten die beiden Vereinsobfrauen Anika Karall und Bianca Rusu: „Alleinerziehende müssen die gesamte Verantwortung für die Familie alleine tragen und auch bewältigen. Oft kommen finanzielle Probleme auch noch dazu“, so Karall. Sie befürchtet, dass psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout bei Single-Eltern steigen werden. Diese Erkrankungen und deren Folgen wirken sich auch in weiterer Folge auf die Zukunftschancen der Kinder aus. Die Obfrau erhofft sich nach Entspannung der Lage beispielsweise mehr Möglichkeiten für Alleinerziehende zu Mutter-Kind-Kuren, wie sie bereits von promente „MIA-Miteinander Auszeit“ angeboten werden.

Zur psychischen Zusatzbelastung kommen nun auch finanzielle Sorgen, viele Eltern sind noch in Kurzarbeit. Der Verein betont hier die Alleinerzieher-Förderung, die die Steinbrunner Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf bereits im 1. Lockdown auf 200 Euro pro Kind verdoppeln ließ. Diese Förderung kann einmal im Jahr beim Frauenreferat des Amtes der Burgenländischen Landesregierung beantragt werden – auch per Online-Antrag unter: e-government.bgld.gv.at/aef2021

Die finanzielle Hilfe kann aber ein Gespräch nicht ersetzen. Dieses bietet der Verein in Corona-Zeiten digital in seiner geschlossenen Facebook Gruppe „Alleinerziehende Burgenland“. Fachliche Informationen finden sich auf der Verein-Homepage:

www.alleinerziehend-e.com