Steinbrunn ist wieder absolut rot

Erstellt am 06. Oktober 2022 | 04:51
Lesezeit: 3 Min
Nachdem vor fünf Jahren die rote Hochburg umgefärbt wurde, kehrt in Steinbrunn wieder „Normalität“ ein. Rote Absolute für die neue Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer und ihr Team.
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Nach der Sensation bzw. dem Schock vor fünf Jahren — je nachdem wen man fragt — kehrt Steinbrunn wieder zur Ausgangssituation zurück: der absoluten roten Mehrheit.

2017 wurde die SPÖ abgestraft, die Liste Steinbrunner Pächter gründete sich in der Seesiedlung als Reaktion auf die angekündigte Pachterhöhung, zwei Mandate wanderten von der SPÖ zur neuen Liste. Fünf Jahre später heißt es „Kommando retour“. Isabella Radatz-Grauszer übernahm das Bürgermeisteramt von Thomas Kittelmann, Franz Niklesz vom ÖVP-nahen Team Steinbrunn.

„Danke an mein Team für den Einsatz der letzten fünf Jahre. Wir werden auch die nächsten fünf Jahre mit voller Kraft für Steinbrunn arbeiten — mit einer Bürgermeisterin und 14 Gemeinderäten“, so Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer unter Tränen nach der Ergebnisverkündung.

Eine Analyse für den Erfolg der SPÖ liefert auch Franz Niklesz vom ÖVP-nahen Team Steinbrunn. Einerseits sei der Bekanntheitsgrad seiner Kontrahentin natürlich ein Vorteil. Und eine Stärke der Steinbrunner SPÖ seien die aktiven Vorfeldorganisationen, wie der Pensionistenverband und die Kinderfreunde. Diese „bieten Betreuungs- und Freizeitangebote und liefern dabei gleich die sozialdemokratische Erzählung mit.“

Ein weiterer Grund für die Niederlage des Team Steinbrunns sei der starke Zuzug in Steinbrunn: „Viele wissen nicht, dass es vor den fünf Jahren unter Thomas Kittelmann Jahrzehnte des Stillstands gegeben hat. Unsere umgesetzten Projekte wurden bei den Wahlen nicht honoriert“, so Niklesz.

Zwei Mandate hat sich die SPÖ außerdem von der Liste Steinbrunner Bürger (LSB; ehemals LSP) zurückgeholt. Diese hatte sich gegründet, weil in der Seesiedlung eine Pachterhöhung angekündigt wurde. Die damals anlassbezogenen Zugewinne wurden nun quasi rückgängig gemacht.

Die FPÖ um Peter Popp konnte ihr Mandat trotz leichter Verluste halten.

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