Gemeinden werden noch sportlicher: Initiative vorgestellt

Erstellt am 19. Mai 2022 | 05:22
Lesezeit: 2 Min
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Sportlich. „Sportgemeinderäte“-Initiator Sascha Krikler, Sportunion-Präsidentin Karin Ofner, ÖVP-Sportsprecher im Nationalrat Christoph Zarits.
Foto: Kaiser
Um Sportvereine noch besser im Gemeindeleben verankern zu können, setzt die Sportunion künftig auf „Sportgemeinderäte“. In Eisenstadt wurde die Initiative präsentiert.
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Die Sportunion Burgenland präsentierte am vergangenen Freitag in Eisenstadt ihre „Sportgemeinderäte“-Initiative. Mit der Wahl eines Sportgemeinderates oder einer Sportgemeinderätin sollen die Sportvereine direkte Ansprechpartner in den Gemeinden bekommen.

„Bisher war es immer so, dass wir an die Bürgermeister herantreten mussten, wenn wir eine Idee für ein Sportprojekt hatten. Die haben aber unzählige weitere Verpflichtungen, daher würde uns eine Koordinationsstelle für Sportfragen in der Gemeinde sehr helfen“, so die Sportunion-Präsidentin Karin Ofner

.„Entscheidend ist, dass die Kinder sich bewegen“

Früher habe es einen Fußball und manchmal noch einen Tennisverein in der Gemeinde gegeben, so Ofner, das sei für Bürgermeister leicht abzudecken gewesen. Jetzt sind Trendsportarten immer gefragter, wie etwa Paddel-Tennis. Da bräuchten die Gemeinden externes Know-How. Denn, so Ofner: „Entscheidend ist, dass die Kinder sich bewegen.“

Das habe mittlerweile zur Gründung von über 1.100 Sportvereinen im Burgenland geführt, weiß „Sportgemeinderäte“-Initiator Sascha Krikler. Für so eine Zahl brauche es dringend einen eigenen Ansprechpartner in der Gemeinde.

„Ich bin sehr froh, dass wir dieses Projekt in meinem Heimatbundesland starten können. Das Burgenland kann zum absoluten Vorbild für ganz Österreich werden“, so Krikler, der auch Gemeinderat in Jois ist und bereits durch die Initiative „Rettet die Vereinsfeste“ sportpolitisch bekannt ist.

Der Sportsprecher der Volkspartei im Nationalrat, Christoph Zarits, betonte den wichtigen und überparteilichen Charakter der Initiative, die bereits im November 2021 vom Landtag mehrheitlich beschlossen wurde. „Der nächste Schritt zur Umsetzung sind die Gemeinderatswahlen im Herbst“, freut sich Christoph Zarits.

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