Doch kein Restaurant am See. Der Gemeinderat nahm den Grundsatzbeschluss für das geplante Restaurant von Gastronom Walter Eselböck am Ruster Stadthafen zurück.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 28. August 2021 (06:25)
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Absage. Das Restaurant mit Apartements von Walter Eselböck kommt nicht, der Stadthafen bleibt vorerst wie er ist.
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Es ist einer der Dauerbrenner in der Storchenstadt und ein Politikum: das geplante Restaurant von Gastronom Walter Eselböck (die BVZ hat berichtet). Eigentlich hätte am Ruster Stadthafen ein Gastronomiebetrieb mit Apartements errichtet werden sollen. Dagegen formierte sich allerdings Widerstand. Eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften gegen das Projekt, Bauwerber Eselböck kritiserte mangelndes Interesse der Gemeinde an der Umsetzung.

Die Kritiker dürften sich nun durchgesetzt haben. Bei der letzten Gemeinderatssitzung Mitte August wurde der knapp ein Jahr alte Grundsatzbeschluss wieder aufgehoben. Das schon länger auf wackligen Beinen stehende Projekt ist damit endgültig gestorben.

Ungewisse Zukunft für Projekt Stadthafen

Das geplante Restaurant war als Kernstück der Modernisierung des Stadthafens neben dem Seehotel gedacht. Damit hätte ein „weiterer Meilenstein für das touristische Angebot der Freistadt Rust“ gesetzt werden und „somit noch mehr Vielfalt für Ruster und unsere Gäste“ geschaffen werden sollen — so zumindest die Ankündigung der Gemeinde.

Wie es mit dem Stadthafen nun weitergehen soll, war (noch) nicht Thema im Gemeinderat. Es sieht also aus, als würde der Status quo bestehen bleiben.

Für die Bürgerinitiative ist die Absage an das Projekt ein voller Erfolg. „Der Bürgermeister hat scheinbar eingesehen, dass der Widerstand gegen das Projekt zu groß ist. Immerhin sind 600 Unterzeichner der Petition und alle Fraktionen außer der SPÖ geschlossen gegen die Pläne“, freut sich Sprecherin Renate Lissy-Honegger über den hart erkämpften Erfolg.