Pfarrer protestiert mit Trauerparte für Karfreitag. Rusts evangelischer Pfarrer protestiert mit kreativer Trauerparte gegen Abschaffung des Karfreitags als gesetzlichen Feiertag.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 15. März 2019 (06:11)
Sorger
Zeichen. Mittels Trauerparte lädt Rusts evangelischer Pfarrer Frank Lissy-Honegger zur Trauer um den als gesetzlichen Feiertag abgeschafften Karfreitag ein – und zwar beim Karfreitagsgottesdienst am Vormittag des 19. April.  Foto: Sorger

Eine ungewöhnliche Trauerparte hängt bei der evangelischen Kirche in Rust: „Entsetzt und enttäuscht“ wird Abschied genommen – vom Karfreitag, „als Feiertag am 27. Feber 2019 entschlafen“. Verantwortlich dafür ist Rusts evangelischer Pfarrer Frank Lissy-Honegger, für den die Aktion „eine nicht sanfte Form des Protests“ sein soll: „Die Idee stammt von meiner Kollegin in Stoob. Ich habe sie dann in meinem Sinne etwas verändert. Es gibt einige Pfarren, die so ihre Meinung kundtun“, erklärt Lissy-Honegger.

Tatsächlich heißt es auch auf einem Plakat an der evangelischen Kirche in Eisenstadt: „Wir feiern auch heuer den Karfreitag als Feiertag“. „Dass der Karfreitag als Feiertag abgeschafft wurde, wird man sicher in den Gottesdiensten spüren. Auch ich habe immer eine Reihe von Karfreitagsbestätigungen ausgestellt. Von diesen Menschen werden viele nicht am Karfreitag kommen“, so Lissy-Honegger. Für ihn wäre es „ein schönes Zeichen der religiösen Vielfalt, wenn man allen Religionen ihre Feiertage ließe.“

Die evangelische Kirche hat bei einer Sondersynode beschlossen, rechtliche Schritte gegen die Karfreitagslösung zu prüfen. Auf der Ruster Parte ist auch ein Termin vermerkt, um „ein Zeichen der Wertschätzung“ in der Ruster Kirche zu setzen: Freitag, der 19. April, 9 Uhr – der Termin des Karfreitagsgottesdienstes.