Eisenstadt: Alleinerziehende nicht allein lassen

Erstellt am 08. März 2022 | 05:52
Lesezeit: 2 Min
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Warnt vor hohen Wohnkosten: Obfrau Anika Karall.
Foto: zVg
Die hohen Wohnkosten treffen Alleinerziehende hart, viele geben 60 Prozent ihres Gehalts für Wohnen aus.
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Alleinerziehende leben häufiger in belastenden Wohnverhältnissen, da sie nach einer Trennung, meist ohne ausreichend finanzielle Rücklagen, rasch eine leistbare Wohnmöglichkeit für sich und ihre Kinder finden müssen. Der Eisenstädter Verein „Alleinerziehend“ befragte daher diese Eltern nach ihrer Wohnsituation.

Das Ergebnis der Umfrage rüttelt auf: Fast die Hälfte der Befragten haben ein Nettoeinkommen unter 1.500 Euro, sie müssen im Schnitt unglaubliche 60 Prozent davon alleine für ihre Wohnkosten ausgeben. Und das, obwohl rund die Hälfte der Befragten in einer Genossenschaftswohnung wohnt. Kein Wunder also, dass jedes fünfte alleinerziehende Elternteil kein eigenes Schlafzimmer hat.

„Viele Betroffene würden ihre häufig prekäre Wohnsituation gerne verbessern, stoßen aber aufgrund von hohen Finanzierungsbeiträgen, Kautionen, Provisionen, Ablösen sowie hohen Mietpreisen schnell an ihre Grenzen. Um Betroffene und ihre Kinder zu entlasten und Perspektiven auf ein Leben ohne Armut zu ermöglichen, bedarf es niederschwelliger Informations- und Beratungsangebote sowie Zugang zu leistbarem Wohnraum“, resümiert Obfrau Anika Karall.

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