Manko bei Kontrolle des Trinkwassers

Erstellt am 22. April 2022 | 05:19
Lesezeit: 2 Min
Trinkwasser als Privileg
Foto: APA
Nach einer parlamentarischen Anfrage in Bezug auf Olbendorf informiert Landesrätin Astrid Eisenkopf darüber, dass Olbendorf als Wasserversorger bei den Kontrollen nachlässig war.
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Wie die BVZ berichtete , stellte Dietmar Werderits (Obmann regionale Wassergenossenschaft Olbendorf-Greiner-Tulmen-Haxbach) schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Wolfgang Sodl. Hinsichtlich Trinkwasserkontrollen herrsche „jahrelanges Aufsichtsversagen und Fahrlässigkeit“. Werderits wandte sich an Grüne-Landtagsabgeordneten Wolfgang Spitzmüller; dieser wiederum richtete zur Aufklärung eine parlamentarische Anfrage an Landesrätin Astrid Eisenkopf. Auslöser war ein kurzer Vorfall im November 2020, wo Sodl zu spät reagiert habe und die Bevölkerung nicht ausreichend informiert hätte.

Aus der Antwort von Astrid Eisenkopf geht hervor, dass das Trinkwasser von der Gemeinde Olbendorf in der Funktion als Wasserversorger zwar wirklich fünf Jahre nicht kontrolliert wurde, aber die gesetzlichen Untersuchungen, die der Wasserverband als Wasserzulieferer zu machen hat, wurden selbstverständlich durchgeführt.

Zentrales Verzeichnis erst seit 2015

In dem Antwortschreiben Eisenkopfs‘ heißt es weiter: „Vor 2015 gab es im Burgenland kein zentrales Verzeichnis der Trinkwasserversorger und somit keinen Gesamtüberblick über die im Burgenland tätigen Trinkwasserversorger.“ Dieser Umstand habe oft für Missverständnisse über Kontrollen und Zuständigkeitsbereiche geführt.

Bürgermeister Wolfgang Sodl reagiert emotional: „Das Trinkwasser wurde untersucht. Ich als Wasserversorger hätte diesen Auftrag geben müssen, habe es aber nicht gemacht weil ich es nicht wusste und das war ein Fehler, der mir leid tut. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Aber ich lasse mir meine Gemeinde nicht schlecht reden und habe auch nichts verschleiert. Ich war sofort tätig, um die Bevölkerung damals zu informieren. Das ist ein reiner Skandalierungsversuch.“

Indessen sieht Grüne-Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller die Sache für sich erledigt: „Ich hoffe einfach, dass jetzt klar ist, was im Falle einer Gefahr zu geschehen hat.“

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