Jennersdorf: Vielen fehlt laut Wasserrettung Routine. Laut einer aktuellen Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit fehlt es oft an der regelmäßigen Übung im kühlen Nass.

Von David Marousek. Erstellt am 04. Juli 2021 (06:13)

Die Corona Pandemie hat sich auch auf die Schwimmkenntnisse der Österreicherinnen und Österreicher ausgewirkt. Laut Studie des KFV war fast die Hälfte der Erwachsenen in den letzten zwölf Monaten nicht schwimmen.

Zumindest bei den Kindern versucht Horst Langer mit der Wasserrettung entgegenzuwirken: „Es gibt mehr Andrang bei den Schwimmkursen. Wir überlegen noch einen Kurs zu veranstalten. Es fehlt aber an Schwimmlehrern.“

Besonders Polizeischüler seien aktuell sehr interessiert, da der Fahrtenschwimmer eine Voraussetzung für die Aufnahme sei. Die Wasserrettung arbeitet ehrenamtlich und ist eine anerkannte Blaulicht-Organisation. Jennersdorf hat rund acht aktive Mitglieder.

Nichtschwimmer in Österreich

Laut Studie sind rund sieben bis acht Prozent der Gesamtbevölkerung ab einem Alter von fünf Jahren Nichtschwimmer. Das entspricht rund 600.000 bis 700.000 Personen.

Schwimmfrequenz im Jahr

Bei den Kindern bis 19 Jahren gaben 32 Prozent an, in den letzten zwölf Monaten gar nicht schwimmen gewesen zu sein. Bei den Erwachsenen hat sich der Wert im Vergleich zu 2019 (20 Prozent) mehr als verdoppelt (44 Prozent).

Entfallene Schwimmstunden

Vor der Coronapandemie seien Schülerinnen und Schüler zwischen sechs und 19 Jahren rund 6.200.000 Stunden pro Semester geschwommen. Rund 4.200.000 Stunden seien durch die Pandemie entfallen.