Olbendorf: Sorge um unsere Nahversorger

Erstellt am 03. Dezember 2022 | 04:57
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8535633_owz48jeli_nahversorger.jpg
Der Sozialverein in Olbendorf unterstützt all jene, die einen Heizkostenzuschuss bekommen, auch mit einem Gutschein, der im Kaufhaus Penzinger eingelöst werden kann.
Foto: Claudia Jelinek
Der Nah & Frisch Markt Penzinger war Schauplatz eines Lokalaugenscheins, um die prekäre Situation kleiner Betriebe in Zeiten massiver Kostenerhöhungen zu beleuchten.
Werbung
Anzeige

„Dass der Bund einen Energiekostenzuschuss gestaltet hat, ist zu begrüßen - doch er ist viel zu kompliziert und zu sehr auf Großunternehmen ausgelegt“, beklagt Landtagspräsidentin Verena Dunst: „Die Menschen kennen sich nicht aus und sind oft überfordert.“ Knappe Zeiträume und Anforderungen, wie die digitale Einreichung, würden den Zugang erschweren. „Wir fordern ein zweites Paket mit weniger Bürokratie und höherem Fördersatz“, fordert Dunst.

Auch beim Strompreisdeckel, der für private Haushalte ab Dezember in Kraft tritt, hätte man kleinere Betriebe mitnehmen müssen. „Und was macht der Bund? Er will die Unternehmen mit einer Einmalzahlung abspeisen. In der Basisstufe (Stufe 1) werden bei Strom, Erdgas und Treibstoffen 30 Prozent der Preisdifferenz zum Durchschnittswert des Jahres 2021 als Förderung vergeben“, so Dunst, die, nach Durchrechnung eines Beispiels, zu dem Schluss gelangt: „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wird wieder nur den Großen geholfen.“

„Die derzeitige Problematik betrifft die Haushalte genauso wie die Wirtschaftsbetriebe. Und keiner weiß, wie die Entwicklung weiter geht. Man braucht sich nur die Situation der Pendler anschauen, vor einem Jahr musste rund ein Euro für den Liter Sprit bezahlt werden, heuer ist es das Doppelte. Wie soll sich das eine Teilzeitangestellte noch leisten können?“, ist Bürgermeister Wolfgang Sodl besorgt.

Verena Dunst abschließend: „Mein Appell an Sie alle: Unterstützen Sie besonders jetzt, in der Advent- und Weihnachtszeit, unsere heimischen Betriebe, ihre Nahversorger! So helfen Sie mit, diese Standorte zu fördern, ihre Versorgung vor der Haustüre zu erhalten und viele Arbeitsplätze in der Region zu sichern.“

Werbung