Stadtpfarrer: „Menschen sind mir ans Herz gewachsen“

Stadtpfarrer Norbert Filipitsch wechselt ab 1. September nach Pinkafeld. Er blickt auf acht ereignisreiche Jahre zurück.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 27. August 2020 | 05:33
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Norbert Filipitsch blickt auf acht ereignisreiche Jahre in Jennersdorf zurück. Ab 1. September wird er seinen Dienst in Pinkafeld leisten.
Foto: Marousek

In der kommenden Woche wird der angekündigte Pfarrerwechsel in Jennersdorf vollzogen. Norbert Filipitsch, der seit acht Jahren seinen Dienst hier verrichtete, wird Seelsorger in Pinkafeld. Er blickt auf eine schöne Zeit zurück: „Mir sind die Menschen hier ans Herz gewachsen. Es ist so viel Lebendigkeit in dieser Pfarre. Hier gibt es sehr viele verschiedene Gruppen hier, diese Vielfalt zeichnet die Stadt aus, aber es gibt den einen Glauben.“

In seiner Zeit in Jennersdorf hatte der Seelsorger auch mit den Jägern und als Bezirksfeuerwehrkurat viel mit der Freiwilligen Feuerwehr zu tun. Als „ein Stück Familie“ bezeichnete er diese Gemeinschaft, die längst nicht selbstverständlich sei. „Es gibt hier mehr Maiandachten als Tage im Mai“, lachte Norbert Filipitsch, der auch für seinen Humor bekannt ist.

„Mich freut es auch, dass die Ortsteile hier so eigenständig sind, aber trotzdem ein Teil des Ganzen. Zum Beispiel wird zu Fronleichnam ein gemeinsamer Bogen gemacht, früher machten die Ortsteile noch eigene“, freut sich Filipitsch über den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft. Auch die direkte Nähe zum Weltladen „ist sehr schön“. Anfang Juni führte der Stadtpfarrer bereits ein Gespräch mit seinem Nachfolger Franz Brei. Auch in Pinkafeld gab es bereits Diskussionen.

„Biete Menschen an den Glaubensweg zu gehen“

In Pinkafeld warten drei Pfarren, sowie ein weitaus größeres Team auf Norbert Filipitsch. Um sich dort mit der Ortsbevölkerung einzuleben, möchte er den Glaubensweg gehen. „Das habe ich hier auch angeboten“, erklärt der Seelsorger. Der Umzug solle noch in der kommenden Woche abgeschlossen sein. Es würde jedoch sicherlich mindestens ein halbes Jahr dauern, bis er „ankommen“ sein werde.

Kirchliche Titel möchte er auch in Pinkafeld nicht führen: „Mir geht es nicht darum innerhalb der Kirchenhierachie raufzuklettern und sehe mich als Teil des Teams.“