Buch gegen das Vergessen für Schüler

Erstellt am 26. Jänner 2023 | 05:30
Lesezeit: 3 Min
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Erstlingswerk. Hobbyhistoriker Thomas König aus Rudersdorf hat gemeinsam mit Michael Aschenbach das Buch „Zwischen Austrofaschismus und NS-Terror. Das südliche Burgenland im Spannungsfeld der Diktaturen“ herausgebracht. Erhältlich ist das Buch beim Verlag lex liszt 12 oder beim Autor 0680 2108377. Geplant sind auch mehrere Buchvorstellungen.
Foto: Carina Fenz
Das Buch „Zwischen Austrofaschismus und NS-Terror. Das südliche Burgenland im Spannungsfeld der Diktaturen“ von Thomas König und Michael Aschenbach macht die Inhalte einer Ausstellung für Schüler in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf zugänglich.
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Noch vor Erscheinung wurden Hobbyhistoriker Thomas König und Michael Aschenbach für ihr Buchprojekt mit dem Stiftungspreis der Theodor Kery Stiftung ausgezeichnet. Seit wenigen Tagen halten die Autoren das Buch „Zwischen Austrofaschismus und NS-Terror. Das südliche Burgenland im Spannungsfeld der Diktaturen“, welches im Verlag lex liszt 12 erschienen ist, in den eigenen Händen.

Angelehnt ist das Werk an die Ausstellung „75 Jahre Kriegsende - Rudersdorf und Umgebung im Spannungsfeld der Diktaturen“, die in weiterer Folge als Wanderausstellung unter dem Titel „Das südliche Burgenland im Spannungsfeld der Diktaturen“ durch sieben Schulen in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf sowie der Steiermark tourte.

„Viele Jugendliche wissen nicht, was in der Geschichte vor ihrer Haustüre passiert ist.“

„Die Ausstellung wurde von vielen Historikern gelobt und auch von den Schulen gab es sehr gute Resonanz. Daher ist die Idee entstanden, den Inhalt der Ausstellung in Buchform aufzubereiten“, erklärt Autor Thomas König.

„Viele Jugendliche wissen nicht, was in der Geschichte vor ihrer Haustüre passiert ist. Dem galt es mit der Ausstellung entgegenzuwirken. Das Buch bietet zudem eine tolle Grundlage für den Geschichtsunterricht“, so König.

In dem Werk werden die Inhalte der gleichnamigen Ausstellung zugänglich, die anlässlich des Gedenkjahres 2020 – 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges konzipiert wurde, und erweitert deren Inhalte um wichtige Themenfelder.

Der Bogen spannt sich über die Zeit des Austrofaschismus und seiner Auseinandersetzung mit den illegalen Nazis, den Anschluss und den Krieg und Terrorapparat des Dritten Reiches — dem im südlichen Burgenland besonders viele Roma, aber auch zahlreiche Juden und Oppositionelle zum Opfer fielen – bis hin zur Besatzungszeit und der heutigen Erinnerungskultur an diese Ereignisse. Einige Dokumente, wie beispielsweise die alliierten Luftbilder vom Beginn des Jahres 1945, die den Bau des Südostwalls zeigen, werden hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Persönlich ist es Thomas König ein großes Anliegen, jene dunkle Zeit in der Geschichte Österreichs und der Region, aufzuarbeiten. „Vor allem ist mir aber auch die Vermittlung dieser Inhalte an Kinder und Jugendliche sehr wichtig, hier geht es um Erinnerungsgeschichte“, erklärt der Autor.

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