Neuer Vizebürgermeister: Venus statt Schnecker. Nach sieben Jahren als Vizebürgermeister legt Ewald Schnecker sein Amt zurück. David Venus folgt ihm nach.

Von Carina Fenz. Erstellt am 21. Juni 2020 (05:13)
Bezirkshauptmann-Stellvertreter Harald Dunkl (l.) gelobte David Venus (2.v.r.) als neuen Vizebürgermeister an. Im Gemeindevorstand folgt Thomas König (2.v.l.) Ewald Schnecker nach, der aber Ersatzgemeinderat bleibt.
BVZ

Es ist ein Abschied auf Raten für Ewald Schnecker. Im Vorjahr legte er nach 25 Jahren sein Amt als Abschnittskommandant der Feuerwehr zurück und jetzt tritt er auch auf der politischen Bühne einen Schritt zurück. „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist“, sagt der Rudersdorfer im Gespräch mit der BVZ.

Konkret spielt er damit auf den Erfolg bei den Landtagswahlen im Jänner an, wo die SPÖ im Bezirk ein „sensationelles Ergebnis“ geschafft habe. Als Landtagsabgeordneter und Bezirksvorsitzender der SPÖ bleibt Schnecker freilich im Dienst, aber als Vizebürgermeister der Marktgemeinde Rudersdorf hat er in der Vorwoche das Zepter an einen „Jüngeren“ übergeben. „Wir wollten damit die Weichen für die Zukunft stellen. Es waren zwölf tolle Jahre an der Spitze der Ortspartei und fast acht Jahre als Vizebürgermeister, aber jetzt ist es Zeit für Neues“, so Schnecker.

David Venus aus Dobersdorf wurde als neuer erster Vizebürgermeister der Marktgemeinde Rudersdorf gewählt. „Es war uns eine Freude, ihn für die Kommunalpolitik gewinnen zu können. Er zeichnet sich als verlässlicher, engagierter Partner und Freund aus. Das Vertrauen in seine Fähigkeiten wurde von Anfang an mit der Nominierung als Mitglied des Prüfungsausschusses und anschließend mit dem Wechsel in den Gemeindevorstand untermauert. Er war es auch, der das Konzept für die Sanierung der Neuen Mittelschule erarbeitet hat, welches nun Zug um Zug umgesetzt wird“, streut Schnecker seinem Nachfolger Rosen. Thomas König übernimmt das frei werdende Mandat im Gemeindevorstand. Neben den laufenden Arbeiten ist ihm die Aufarbeitung der Orts-und Regionalgeschichte in der Zwischenkriegszeit im Zusammenhang mit den Verbrechen des NS-Regimes ein wichtiges Anliegen.

Die Nachfolge als Ortsparteivorsitzender der SPÖ Rudersdorf-Dobersdorf tritt Martin Wogg an, der vorerst kein Mandat im Gemeinderat bekommt.