Mattersburg: Der "Tschürtz-Effekt" ist ausgeblieben

Erstellt am 05. Oktober 2022 | 09:56
Lesezeit: 2 Min
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Hans Tschürtz (l.) mit Mitstreiter Peter Pregl.
Foto: Richard Vogler
Das erklärte Ziel von Hans Tschürtz mit seiner Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ (TVM) war, die SPÖ-Absolute zu brechen und zumindest eine Bürgermeisterstichwahl zu erzwingen. Die Partei holte drei Mandate, der Einzug in den Stadtrat wurde somit nicht geschafft; bei der Bürgermeisterwahl erreichte Tschürtz nur 15,6 Prozent.
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„Ich gratuliere Claudia Schlager zum Bürgermeisteramt. Über meine 607 Stimmen bei der Bürgermeisterwahl freue ich mich. Bei der Gemeinderatswahl haben wir mit unserer Partei nur 447 Stimmen erreicht. Mit der Anzahl der Bürgermeisterstimmen hätten wir den Einzug in den Stadtrat geschafft“, so Tschürtz, der weiters anmerkt, dass „das Ergebnis der ÖVP sicher auch mitspielt, dass die Absolute der SPÖ nicht gebrochen wurde. Die Volkspartei hatte schon mal 40 Prozent.“

Die „Liste Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ ist zwar eine Unabhängige Liste, die jedoch der FPÖ zugerechnet wird und auch die Protagonisten haben „blauen Hintergrund“: Spitzenkandidat Hans Tschürtz ist FPÖ-Klubobmann, Peter Pregl war mit der „Liste Zukunft Mattersburg“ im Gemeinderat vertreten. Vergleicht man die Zahlen der Parteien aus 2017 und heuer, so scheint es doch keinen „Tschürtz-Effekt“ gegeben zu haben: Vor fünf Jahren holte die FPÖ 280, die „Liste Zukunft Mattersburg“ 202 Stimmen. Bei den aktuellen Gemeinderatswahlen konnte die TVM hingegen lediglich 447 Stimmen für sich gewinnen, also ein Rückgang von 35 Stimmen.

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