Sieggraben: SPÖ mit Ortschef, ÖVP mit Mehrheit

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 19:47
Lesezeit: 3 Min
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Lukas Gradwohl, Bianca Pfneiszl, Bürgermeister Andreas Gradwohl und Julia Gradwohl feierten die Bürgermeisterwahl.
Foto: zVg
Die ÖVP hat im Gemeinderat mit zehn Mandaten die Nase vorne, bei den Gemeindevorständen stellt sie drei Mandatare. Die SPÖ hält im Gemeinderat neun und bei den Gemeindevorständen zwei.
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 In der Gemeinde stellt zwar die SPÖ mit Bürgermeister Andreas Gradwohl erneut den Ortschef, im Gemeinderat hält jedoch die ÖVP mit Spitzenkandidat Anton Taschner die Mehrheit.

„Natürlich sehe ich die Sache mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Nachdem Sieggraben 60 Jahre lang eine ÖVP-dominierte Gemeinde war und das noch immer in vielen Wählerköpfen drinnen ist, ist die Sache für uns nicht so leicht. Gestern wurde ich erneut als Bürgermeister bestätigt, das macht mich stolz und zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben. Dass wir das zehnte Mandat nicht gewonnen haben ist sehr schade, aber von der „Liste Zukunft Sieggraben“, die dieses Mal nicht mehr angetreten ist, sind sicherlich Stimmen zu den anderen Parteien gewandert. Die Mehrheit der ÖVP im Gemeinderat wird unsere Arbeit nicht gerade erleichtern, aber wir denken heute schon darüber nach, wie wir die Zukunft gestalten können und haben schon die Ärmel hochgekrempelt.“
Zufrieden zeigt sich der Spitzenkandidat der ÖVP, Anton Taschner: „Ich saß schon von 1997 bis 2007 im Sieggrabener Gemeinderat, dann habe ich mein Amt in der Gemeinde zurückgelegt um mich der Energiegewinnung zu widmen. Nun bin ich wieder eingestiegen und habe von null an durchgestartet. Bei der Bürgermeisterwahl war es sehr knapp. Wir sind also zufrieden und können in den nächsten fünf Jahren unsere Projekte umsetzen.“

Neue Gesichter bei der ÖVP im Gemeinderat werden Margit Frauenschiel, Matthias Taschner, Andreas Schöll und Stefan Kovacs sein. „Ich möchte mich auf diesem Weg gerne bei allen Wählern, die uns ihre Stimme gegeben haben, herzlich bedanken“, so Anton Taschner.

Gerhard Kern von der FPÖ ist mit Gattin Silvia bei den Wahlen angetreten, „um vieleicht das Zünglein an der Waage sein zu können,“ wie er sagt. „Natürlich sind wir enttäuscht, das wir gar kein Mandat machten konnten. Wir wollten das Miteinander fördern, das war unser Leitsatz. Für die SPÖ und die ÖVP bedeuten die nächsten fünf Jahre sicherlich Stillstand, davon sind wir überzeugt, denn man wird einander bei der Arbeit blockieren“, fährt er fort.

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