Salamon tritt nicht mehr bei Bürgermeisterwahl an. Nach 22 Jahren wird Stadtchefin Ingrid Salamon nicht mehr kandidieren. Noch heuer wird es einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin geben.

Von Richard Vogler. Erstellt am 08. Januar 2021 (05:12)
Ingrid Salamon: „Nach 22 Jahren ist die Zeit gekommen, loszulassen.“
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2022 finden die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stattLangzeit-Bürgermeisterin Ingrid Salamon wird sichnicht mehr der Wahl stellen. „Wir hätten für vergangenen November unsere Klausur angesetzt gehabt, aufgrund der Corona-Krise wurde dieser Termin verschoben.

Es ist endlich an der Zeit, klare Verhältnisse zu schaffen. Ich werde bei den Bürgemeristerwahlen im kommenden Jahr nicht mehr antreten“, hält Salamon fest. Die Gründe liegen auf der Hand: „Nach 22 Jahren ist die Zeit gekommen, loszulassen. Ich werde ohne Wehmut gehen. Es wird dann ein gutes Gefühl sein, wenn ich mich nicht immer nach dem Terminkalender richten muss.“ Die Wahlen finden zwar erst im kommenden Jahr statt, noch heuer wird es hingegen eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister geben. „Wenn es einen Bürgermeisterwechsel gibt, ist es Usus, dass dieser einige Zeit vor den nächsten Wahlen über die Bühne geht.“

Auf einen neuen Namen will sich Salamon nicht festlegen. „Es wird eine interne Sitzung der Partei geben, dann wird mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin beschlossen.“ In der Gemeinderatssitzung wird der Kandidat dann gewählt – bei der absoluten Mehrheit der SPÖ im Mattersburger Gemeinderat wird der parteiintern bestimmte Nachfolger somit auch beschlossen werden. Salamon kam 1999 ins Amt, als der damalige ÖVP-Bürgermeister Josef Resch aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat, sie setzte sich bei der außerordentlichen Bürgermeisterwahl gegen zwei weitere Kandidaten durch.

Auf was sie besonders stolz ist? „Wir haben immer versucht, gemeinsam mit der Wirtschaft die Stadt weiterzuentwickeln, die Stadt Mattersburg war eine der ersten, bei der es eine Wirtschaftsförderung gegeben hat. Und im sozialen Bereich haben wir große Fortschritte gemacht. Ich denke da an die Villa Martini, die Um-Aus- und Neubauten bei den Schulen wie auch bei den Kindergärten.“