Trend in Basilika: Wallfahren mit Fahrrad statt Autobus. Die Zahl der Pilger blieb in Frauenkirchen während der Pandemie konstant, lediglich die Art des Reisens hat sich verändern.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 25. Juli 2021 (06:11)
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Die Basilika steht allen von 6 bis 21 Uhr offen. Der barrierefreie Zutritt ist gewährleistet, automatische Türen minimieren das Ansteckungsrisiko. Zu beachten gilt: Tragen eines Mund-Nasenschutzes, Hände sollen am Eingang desinfiziert werden.
BVZ

Als geistiges und religiöses Zentrum am Ostufer des Neusiedler Sees ist die barocke Basilika „Maria auf der Heide“ bekannt. Am Schnittpunkt alter Pilgerwege ist Frauenkirchen von jeher ein viel besuchter Wallfahrtsort.

Doch auch hier hat Corona seine Spuren hinterlassen, allerdings nicht ausschließlich negative: „Der Mensch denkt heute wieder verstärkt über Dinge nach, die zuvor selbstverständlich waren. Ich habe auch den Eindruck, die Menschen sind zwar innerlich angespannt, aber ruhiger und aufnahmefähiger. Viele durchleben derzeit einen gewissen Reifungsprozess“, reflektiert Pater Thomas Lackner.

Um in schwierigen Zeiten wie diesen innezuhalten, der Seele etwas Gutes zu tun, sich von seinen Sorgen zu befreien und zur Ruhe zu kommen, pilgern die Menschen nach Frauenkirchen in die Basilika. „Ich staune, wie viele heuer kommen. Die Zahl der Pilger ist konstant, lediglich die Art des Reisens hat sich mit Corona verändert. 2019 kamen noch Reisebusse, seit vergangenem Jahr haben wir extrem viele Tagesgäste, die mit dem Fahrrad anreisen, bis zu 250 pro Tag. Wir haben in unserer Region einen wirklich starken Radtourismus“, berichtet Pater Thomas.

Im Juli sei bereits die „10.000er-Besuchermarke“ geknackt worden. Schön langsam würden auch wieder Wallfahrer-Gruppen nach Frauenkirchen kommen, „nicht ganz so große, aber man kann sagen: Die Wallfahrt nimmt langsam wieder Fahrt auf“.

„Wohltuende Stille und Gegenwart Gottes“

Der Pilger komme meistens mit einem großen Rucksack an Sorgen in die Basilika, gebe diesen dort sinnbildlich ab und trete mit einem Lächeln im Gesicht wieder aus der Kirche aus. „Ich habe das Gefühl, die Menschen treten dabei aus der Rushhour des Lebens heraus und in die wohltuende Stille und Gegenwart Gottes ein.“

Wallfahrertage sind der 15. August und der 8. September. Am 5. September findet die 68. Burgenländische Arbeiterwallfahrt statt.

Ausstellung „Basilika Frauenkirchen - Bollwerk des Glaubens“: Den Besuchern wird anhand sakraler Gegenstände aus verschiedenen Epochen ein kurzer Einblick in die Geschichte des Wallfahrtsortes gegeben: von den Anfängen des Klosters bis zur Corona-Pandemie (Zeitungsartikel vom vergangenen Jahr).

In den kommenden Wochen soll vor Ort eine Messwein-Tankstelle installiert werden. Die Idee ist, sich durch die vier Messweine durchzukosten (in Sechzehntel) und anschließend die Möglichkeit geboten zu bekommen, seinen Lieblingsrebensaft im Klosterladen in der Flasche kaufen zu können. Ein Kartenleser überprüft das Alter der Verkoster.

Im Rahmen der „Burgenland Card“ führt Pater Thomas Lackner jeden Mittwoch um halb 11 durch die Basilika.

FRAUENKIRCHEN Als geistiges und religiöses Zentrum am Ostufer des Neusiedler Sees ist die barocke Basilika „Maria auf der Heide“ bekannt. Am Schnittpunkt alter Pilgerwege ist Frauenkirchen von jeher ein viel besuchter Wallfahrtsort.

Doch auch hier hat Corona seine Spuren hinterlassen, allerdings nicht ausschließlich negative: „Der Mensch denkt heute wieder verstärkt über Dinge nach, die zuvor selbstverständlich waren. Ich habe auch den Eindruck, die Menschen sind zwar innerlich angespannt, aber ruhiger und aufnahmefähiger. Viele durchleben derzeit einen gewissen Reifungsprozess“, reflektiert Pater Thomas Lackner.

Um in schwierigen Zeiten wie diesen innezuhalten, der Seele etwas Gutes zu tun, sich von seinen Sorgen zu befreien und zur Ruhe zu kommen, pilgern die Menschen nach Frauenkirchen in die Basilika. „Ich staune, wie viele heuer kommen. Die Zahl der Pilger ist konstant, lediglich die Art des Reisens hat sich mit Corona verändert. 2019 kamen noch Reisebusse, seit vergangenem Jahr haben wir extrem viele Tagesgäste, die mit dem Fahrrad anreisen, bis zu 250 pro Tag. Wir haben in unserer Region einen wirklich starken Radtourismus“, berichtet Pater Thomas.

Im Juli sei bereits die „10.000er-Besuchermarke“ geknackt worden. Schön langsam würden auch wieder Wallfahrer-Gruppen nach Frauenkirchen kommen, „nicht ganz so große, aber man kann sagen: Die Wallfahrt nimmt langsam wieder Fahrt auf“.

„Wohltuende Stille und Gegenwart Gottes“

Der Pilger komme meistens mit einem großen Rucksack an Sorgen in die Basilika, gebe diesen dort sinnbildlich ab und trete mit einem Lächeln im Gesicht wieder aus der Kirche aus. „Ich habe das Gefühl, die Menschen treten dabei aus der Rushhour des Lebens heraus und in die wohltuende Stille und Gegenwart Gottes ein.“

Wallfahrertage sind der 15. August und der 8. September. Am 5. September findet die 68. Burgenländische Arbeiterwallfahrt statt.