Ja zur Sanierung des Neusiedler Hallenbades

Erstellt am 10. Februar 2022 | 04:15
Lesezeit: 3 Min
Der Neusiedler Gemeinderat beschließt mit den Stimmen der SPÖ, ÖVP, Grünen und FPÖ einstimmig die Renovierung des 45 Jahre alten Hallenbades.
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Der Neusiedler Gemeinderat hat sich in einem Grundsatzbeschluss in der Vorwoche einstimmig für die Sanierung und den Ausbau des Neusiedler Hallenbades ausgesprochen. Das von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (beide SPÖ) präsentierte Konzept kann mit diesem Beschluss nun in die Planungsphase übergehen.

Wie berichtet soll unter Federführung des Landes Burgenland das Bad um 26 Millionen Euro saniert und durch ein Tourismusprojekt mit Hotel und Campingplatz erweitert werden. Als Betreiber soll künftig eine Landesgesellschaft fungieren.

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Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (Mitte) mit Gemeinderat Herbert Denk, Stadtrat Heinz Zitz, Vizebürgermeister Thomas Halbritter und Gemeinderat Rainer Fussenegger.
Foto: BVZ

Der Gemeinderat hat nun beschlossen, dass das Grundstück im Eigentum der Freizeitbetriebe Neusiedl am See GmbH verbleibt, eine 100-prozentige Tochter der Stadtgemeinde. Der Landesholding räumt man um einen symbolischen Pachtbeitrag von einem Euro für 49 Jahre ein Baurecht ein. Vereinbart wurde zudem, dass es ein öffentliches Hallenbad bleiben muss und dass es eine ganzjährige Betriebspflicht hat. Sobald das Bad wieder in Betrieb gehen kann, wird die Stadtgemeinde Neusiedl 20 Jahre lang einen jährlichen Zuschuss von 300.000 Euro leisten. Läuft alles planmäßig, so könnte das denkmalgeschützte Hallenbad frühestens Ende 2024 wiedereröffnet werden.

„Die Zukunftslösung des Landes für den Erhalt unseres Hallenbades ist auf Schiene“, ist Bürgermeisterin Böhm zufrieden. Es sei erfreulich, dass die Gemeinderäte aller Fraktionen dieser einmaligen Gelegenheit der Generalsanierung und dem Ausbau zu einem familienfreundlichen Erholungszentrum zugestimmt haben, teilt sie in einer Aussendung mit: „Es ist eine wertvolle Lösung, die Neusiedl am See im positiven Sinne sowohl wirtschaftlich als auch touristisch weiterbringen wird, und ich bin froh, dass wir dieses Projekt jetzt angehen können.“

Nächste Phase: Verträge mit Land

In einem nächsten Schritt müssen nun die Verträge mit der Landesregierung beschlossen werden, bevor mit der Sanierung von Hallenbad und Saunalandschaft begonnen werden kann. Vize-Bürgermeister Thomas Halbritter (ÖVP) betonte, dass sich hier zwei gleichwertige Partner gefunden haben. „Die Stadt bringt das 52.000 Quadratmeter große Grundstück im Wert von 26 Millionen Euro ein, das Land saniert und erweitert das Hallenbad und errichtet ein 3-Stern-Hotel und bringt ebenfalls 26 Millionen an Investitionsvolumen ein.“ Bei der Ausarbeitung der Pläne und Verträge pocht er auf die Einbindung der Bevölkerung und Vereine. Positive Signale dahingehend kamen seitens Bürgermeisterin Böhm bei der Gemeinderatssitzung.

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