Lentsch übergibt Amt und Stadt an Böhm. Bürgermeister-Wechsel im Rathaus, Elisabeth Böhm widmet sich künftig Vollzeit der neuen Aufgabe.

Von Pia Reiter. Erstellt am 15. November 2017 (10:52)
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Symbolisch. Kurt Lentsch übergibt den „Schlüssel“ zum Rathaus an seine Nachfolgerin Elisabeth Böhm.
Stadtgemeinde

Am Donnerstag der Vorwoche fand ein historischer Wechsel statt: Kurt Lentsch (ÖVP) übergab die Bürgermeisteragenden an Elisabeth Böhm (SPÖ). Damit verabschiedet sich der bisherige Stadtchef nach fast 21 Jahren als Bürgermeister und nach 31 Jahren aus der Stadtpolitik.

„Ich übergebe heute ein wohlbestelltes Haus. Wir haben vorerst das „Härteste“ geschafft - anderen steht dies noch bevor“, teilte Lentsch per Presseaussendung mit und bezog sich damit auf die 2014 gestartete Konsolidierung der Stadtfinanzen. „Durch den Sparkurs konnten Schulden abgebaut werden“, betont er.

Die Nachfolgerin von Kurt Lentsch war am vergangenen Mittwoch auf der Bezirkshauptmannschaft angelobt worden. Als Bürgermeisterin hat Elisabeth Böhm die Mitglieder des Gemeinderates zur konstituierenden Sitzung eingeladen, diese wird am nächsten Montag, dem 20. November stattfinden.

"Neusiedl am See ist ein Vollzeitjob."

Ihren Job beim Wasserleitungsverband hat Böhm mittlerweile zurückgelegt: „Ich habe entschieden, das abzugeben. Neusiedl am See ist ein Vollzeitjob. Es ist natürlich ein Vorteil, dass man die Mitarbeiter im Rathaus schon gut kennt. Aber natürlich ist alles neu, in eine solche Aufgabe muss man erst reinwachsen.“

Mit den Fraktionen im Gemeinderat erwartet sie sich eine gute Zusammenarbeit: „Die handelnden Personen wollen für Neusiedl am See gestalten. Ich habe mit allen ein gutes Gesprächsklima.“

Auch wenn durch die Zusammensetzung im Gemeinderat (ÖVP 11 Mandate, SPÖ 10 Mandate, Grüne 2 Mandate, FPÖ 2 Mandate) die politische Arbeit künftig schwieriger wird, betont Böhm: „„Bis Ende des Jahres sind noch einige Dinge zu erledigen. Vorrangig ist einmal ein Budget für das nächste Jahr zu erstellen. Wenn gute Projekte auf dem Tisch liegen, wäre es doch unlogisch, wenn jemand sagt, ich bin dagegen.“

Priorität für das Jahr 2018 hätten jedenfalls die Planung für einen vierten Kindergarten oder den Neu- oder Umbau der Volksschule, so die neue Stadtchefin.