Programmier-Club für Kinder: „CoderDojo“ sucht Mentoren. IT-Experten sollen Kinder und Jugendliche spielerisch an Computerthemen heranführen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 24. Januar 2019 (05:00)
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Mentoren zeigen Kindern in einem „CoderDojo“, dass ein Computer mehr als eine Spielekonsole ist, und dass man mit wenig Aufwand eigene Ideen umsetzen kann.
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Junge Menschen spielerisch ans Programmieren heranführen - das will Thomas Ederer. Der Softwareentwickler arbeitet bereits ehrenamtlich bei einem sogenannten CoderDojo in Wien, wo genau das getan wird. Er möchte nun eine ähnliche Gruppe in Neusiedl am See gründen.

Ein CoderDojo besteht aus einer Gruppe ehrenamtlich tätiger Mentoren, die bei regelmäßigen Treffen mit Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren verschiedenste Übungen aus den Bereichen Softwareentwicklung, Webdesign oder Robotik machen. Die Idee des CoderDojo kommt ursprünglich aus Irland. In Österreich gibt es Gruppen in Wien, Linz, Steyr und Horn. Eine fünfte Gruppe soll nun in Neusiedl am See entstehen.

„Das Interesse bei den Kindern ist da“, ist sich Ederer sicher, „ein CoderDojo braucht allerdings ehrenamtliche Mentoren. Das ist die größte Hürde.“ Nun ist Ederer auf der Suche nach Mitstreitern. Auf einen Aufruf in einem IT-Fachmagazin, das in Österreich und Deutschland gelesen wird, hat Ederer eine Rückmeldung bekommen. Nicht viel, aber ein Anfang. Ein Brucker hat sich bei Ederer gemeldet und möchte mit ihm gemeinsam als Mentor Kinder in die Welt des Programmierens einführen. Und auch Ederers Frau Lotte möchte unterstützend dabei sein.

Ab vier Mentoren kann Gruppe starten

„Unser Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen unabhängig von Geschlecht und finanzieller Situation zu zeigen, welch interessante und vielfältige Betätigungsfelder das Programmieren und Arbeiten mit Elektronik bietet. Programmieren lernen macht im richtigen Umfeld Spaß und die erworbenen Fähigkeiten helfen später in diversen Alltagssituationen (etwa beim Erstellen der Webseite des eigenen Startup-Unternehmens) und machen unabhängig“, weiß Ederer. Auch Medienkompetenz würde weitergegeben werden.

Aber welche Fähigkeiten muss ein Mentor nun eigentlich besitzen? „Ein Mentor oder eine Mentorin sollte Programmiererfahrung und soziale Kompetenz mitbringen und Spaß haben, Wissen weiterzugeben. Mentoren müssen sich aber nicht in allen Bereichen auskennen, denn sie ergänzen sich auch untereinander“, betont Ederer. Die Gruppe könne allerdings erst starten, wenn insgesamt vier Mentoren ehrenamtlich mitmachen. Angedacht sind Treffen ein Mal in zwei Wochen für etwa zwei Stunden.

Aus seinen Erfahrungen in der CoderDojo Gruppe Wien kann Ederer nur Positives berichten. Die Kinder seien mit so viel Motivation und Kreativität dabei, dass auch die Mentoren immer wieder Neues erleben und lernen können.

Interessenten können sich unter thomas@orchideenvermehrung.at melden.