LKW in der Volksschule Neusiedl

Das erfolgreiche Projekt der Wirtschaftskammer und der Bildungsdirektion wird nach einer Pause im Vorjahr weitergeführt.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 16. September 2021 | 04:33
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Bildungslandesrätin Daniela Winkler im LKW mit Transportunternehmer Günter Böhm, Bildungsdirektor Heinz Zitz und Roman Eder, Fachgruppenobmann der Wirtschaftskammer, sowie Schuldirektorin Kordula Csukker und den Kindern der dritten Klasse der VS Am Tabor.
Foto: Böhm-Ritter

Im Rahmen eines Pressegesprächs in der Volksschule am Tabor fiel der Startschuss für die Fortsetzung des Projektes „LKW in der Schule“. Im gemeinsamen Projekt von Wirtschaftskammer und Bildungsdirektion wird Volksschulkindern sowohl die wirtschaftliche Bedeutung der Transportwirtschaft vermittelt als auch auf Gefahren im Verkehr hingewiesen.

Was ist der „tote Winkel“ und wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einen LKW sehe? Und wie kommen Milch und Schokolade in den Supermarkt? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich am Dienstag bereits die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Volksschule Am Tabor.

„Mit dem Eintritt in die Schule oder dem Wiederbeginn des Schulunterrichts werden viele tausend Kinder eigenständige Teilnehmer des Straßenverkehrs. Vieles ist völlig neu und schwierig einzuschätzen. Dazu gehören mit Sicherheit die LKW“, so Bildungslandesrätin Daniela Winkler. Aufgrund der Größe und Bauart sei es für Kinder, aber auch die Lenker schwierig, direkten Blickkontakt zu haben. Umso wichtiger sei es, auf die besonderen Umstände und Gefahren wie den toten Winkel aufmerksam zu machen.

Unter den Bildungseinrichtungen ist das Interesse groß. Schon jetzt haben sich 20 burgenländische Schulen für das Projekt angemeldet.

„Das Projekt ‚Lkw in der Schule‘ als praxisorientierter Beitrag zur Vermittlung von Grundwissen über die heimische Transportwirtschaft in Verbindung mit der Sensibilisierung für richtiges Verhalten im Straßenverkehr ist als solches ein Vorzeigeprojekt“, sagt Bildungsdirektor Heinz Zitz.

Dass der LKW mit einem schlechten Image zu kämpfen hat, spricht Roman Eder, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer, im Rahmen des Pressetermins offen an. Er weist allerdings auf die Bedeutung der Transportwirtschaft hin, schließlich könne man nicht zu jedem Kaufhaus eine Schiene legen. Gerade in den Corona-Lockdowns sei deutlich geworden, dass die Infrastruktur ohne LKW nicht aufrechterhalten werden könne. Auch in Sachen Umweltverträglichkeit sei einiges geschehen: „Unsere Umweltbilanz kann sich sehen lassen, der Kraftstoffverbrauch von LKW wurde in den letzten 20 Jahren um ein Drittel verringert und der Schadstoffausstoß konnte sogar um 98 Prozent reduziert werden“, betont Eder.