Huawei-Initiative: Forschungs-Überwachung im Nationalpark-Schilfgürtel

Erstellt am 03. Juni 2022 | 04:34
Lesezeit: 3 Min
Mit neuen Geräten lässt sich die Biodiversität des Schilfgürtels erforschen.
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Mit seiner TECH4ALL-Initiative gibt Huawei schützenswerten Gebieten auf der ganzen Welt die Möglichkeit, Technologie zugunsten von Naturschutz anzuwenden.

Der Nationalpark Neusiedler See Seewinkel wurde als weltweit achtes Gebiet von Huawei ausgewählt, um die Biodiversität im Schilf zu erforschen, gezielte Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt zu treffen und eine Effizienzsteigerung des Umweltschutzes möglich zu machen.

Dies geschieht, indem eine Vielzahl an Abhörgeräten an unterschiedlichen Orten im Schilf platziert wird.

So kann nachvollzogen werden, wo sich welche Tiere zu welchem Zeitpunkt aufhalten, was wiederum Rückschlüsse auf die Biodiversität des Nationalparks zulässt.

Der größte Vorteil ist hierbei aber, dass die Stimmen der Vögel und Amphibien nun auch zu Zeitpunkten erforscht werden können, die bislang nicht möglich waren, wie etwa in der Nacht oder im Winter, was bisher immer eine besondere Herausforderung darstellte.

Erleichterung der Forschungsarbeit

Arno Cimadom, Forscher im Nationalpark, erklärt, was den Unterschied ausmacht: „Früher war es so, dass man als Forscher acht bis zehn Standpunkte pro Tag geschafft hat. Mit dieser Technologie ist es nun möglich, 60 Standorte permanent zu überwachen.“

Die Datensammlung geht nun mit zwei sogenannten „Nature Guardians“ und 60 „Edge Devices“ vonstatten. Während die beiden Guardians ständig online und somit jederzeit abrufbar sind, werden die Edges platziert, bleiben offline, sammeln Material und können erst ausgewertet werden, sobald sie eingesammelt wurden.

Laut Catharina Rieder von Huawei ist auch schon das eine oder andere Gerät der Edges der Feuchtigkeit (obwohl sie in Plastiktüten geschützt verpackt sind) oder auch neugierigen Tieren im Nationalpark zum Opfer gefallen.

Datenflut birgt auch Herausforderungen

Bislang wurden in der ersten Phase während der letzten Monate rund 700.000 Dateien mit etwa 11.600 Stunden Audiomaterial gesammelt.

In der Brutsaison und während der Sommermonate, wenn die Tiere wesentlich aktiver sind, wird jedoch noch wesentlich mehr erwartet. Insgesamt wird das Projekt über zwei Jahre laufen.

Die Unmenge an Daten, die in dieser Zeit zusammenkommen wird, birgt freilich nicht bloß Vorteile.

Aus den gesammelten Dateien die relevanten Teile herauszufiltern, ist eine Disziplin für sich. Die Forscher des Nationalparks und der Uni Wien, die ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist, erhalten hierbei aber auch Hilfe von Künstlicher Intelligenz.

Einen Beitrag zum Thema gibt es am Freitagabend (3. Juni) außerdem in "Servus am Abend" (18:05 Uhr) auf ServusTV zu sehen!

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