Mit „Quetschn“ und Gemeinschaft von Neusiedl am See nach Mariazell

Wallfahrt

Seit 42 Jahren gehört sie zum Ferienbeginn in der Pfarre Neusiedl am See einfach dazu: die Wallfahrt nach Mariazell. Während manche den Weg zu Fuß zurücklegen, entscheiden sich andere für die Buswallfahrt. Am Ende treffen sich alle am selben Ziel – zur gemeinsamen Messe in der Wallfahrtskirche.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Mit „Quetschn“ und Gemeinschaft von Neusiedl am See nach Mariazell

© Lisa Dragschitz

Den Auftakt machten am Mittwoch die erste Fußwallfahrergruppe und am Donnerstag die zweite, etwas flottere Gruppe, die beide von Neusiedl am See aus starteten. Die dritte Gruppe traf sich am Freitag und fuhr zunächst mit dem Bus bis nach Neusiedl am Steinfeld bei Wiener Neustadt. Dort vereinten sich die drei Gruppen und setzten den restlichen Weg per pedes gemeinsam fort. Am Sonntag stießen schließlich auch die Buswallfahrerinnen und Buswallfahrer in Mariazell dazu. Den gemeinsamen Abschluss bildete die Feier der Heiligen Messe in der Wallfahrtskirche.

Im Rahmen der Wallfahrt standen auch langjährige Teilnahmen im Mittelpunkt. Petra Lentsch, Elisabeth Sattler und Christl Horvath wurden für ihre 30. Teilnahme ausgezeichnet. Michaela Sattler nahm heuer bereits zum 40. Mal an der Wallfahrt nach Mariazell teil.

Für die Fußwallfahrerinnen und Fußwallfahrer gilt seit jeher das Motto: „Der Weg ist das Ziel.“ Neben Gebet und Besinnung spielt dabei auch das Miteinander eine wichtige Rolle. Schließlich lassen sich viele Kilometer leichter bewältigen, wenn unterwegs Zeit für Gespräche, gemeinsames Lachen und kleine Pausen bleibt.

Für besonders gute Stimmung sorgt dabei regelmäßig Christian „Jumbo“ Bauer. Wenn nach einer langen Tagesetappe seine „Quetschn“ ausgepackt wird, verwandelt sich die Pilgergruppe kurzerhand in einen singenden Chor. Dann bleibt das Gotteslob geschlossen, und stattdessen erklingen alte Hadern, die viele auswendig mitsingen können. So zeigt sich Jahr für Jahr: Eine Wallfahrt lebt nicht nur von den zurückgelegten Kilometern, sondern auch von den gemeinsamen Momenten unterwegs.