ÖVP wähnt Gesundheits-Versorgung auf Intensivstation

Die ÖVP wähnt die burgenländische Gesundheitsversorgung auf der Intensivstation.

Aktualisiert am 17. August 2021 | 14:08
Auf Intensivstation aufgenommenes Themenbild
Auf Intensivstation aufgenommenes Themenbild
Foto: APA

Die ÖVP wähnt die burgenländische Gesundheitsversorgung auf der Intensivstation. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag warnte Klubobmann Markus Ulram einmal mehr etwa vor einer Betten-Reduzierung und der Schließung der Geburtenstation im Krankenhaus Oberpullendorf. Er kritisierte auch, dass künftig im Land zwei Leitspitäler geplant seien, während die anderen zu "Spitälern light" degradiert würden. Ulram vermisst außerdem angekündigte Details zum Masterplan Spitäler.

Was die Zukunft der Spitäler betrifft, sei das Burgenland auf "unsicherem Weg" unterwegs. Dies bedeute Unsicherheit für die Mitarbeiter und Patienten, stellte der Klubchef fest. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) habe bei einer SPÖ-Klubklausur Details zum Masterplan Spitäler für Anfang Juli in Aussicht gestellt: "Wo sind diese Ankündigungen?", mahnte Ulram Planungssicherheit ein.

Auch im Krankenhaus Oberpullendorf, wo "massive Streichungen" drohen würden, sei für 13. August ein Gespräch mit der Spitalsspitze angekündigt worden - dieser Termin habe aber nicht stattgefunden, monierte der Klubobmann. Ulram forderte vom Landeshauptmann Information darüber, was mit den Standorten Güssing, Oberpullendorf und Kittsee passiert und welchen Schwerpunkt das neue Haus in Gols bekommt.

Die Grünen drängten in einer Aussendung ebenfalls auf die Veröffentlichung von "Doskozils Phantom-Spital-Plan". "Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Masterplan Spitäler vor der gesamten Opposition geheim gehalten wird", stellte Klubobfrau Regina Petrik fest.

Die SPÖ kritisierte hingegen in einer Aussendung, die ÖVP würde lediglich "Ängste auf Kosten der Burgenländer" schüren. Landtagsabgeordneter Kilian Brandstätter betonte: "Die Menschen in unserem Land können sich auf eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung verlassen", und verwies auf die Standortgarantie für alle fünf Krankenhäuser.