Aus für die Ausstellung "Keramik im Steinbruch". Die „Keramik im Steinbruch“, die in Fachkreisen europaweit Beachtung gefunden hat, findet nicht mehr statt. Organisatorin Waltraud Ehrenhöfer zieht ihre letzte „Bilanz“.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. Januar 2018 (11:13)
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Bei der 16. und letzten „K.i.Ste“: Organisatorin Waltraud Ehrenhöfer und die damalige Kulturvereinigungsobfrau Ingeborg Pammer-Freyler.
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Die Ausstellung „Keramik im Steinbruch“, die von Traude Ehrenhöfer sechzehn Mal organisiert wurde, wird in Zukunft nicht mehr stattfinden. Die BVZ sprach mit Ehrenhöfer über die Gründe.

BVZ: Im Jahr 2015 haben im Rahmen der „K.i.Ste – Keramik im Steinbruch“ 33 Kunstschaffende aus sieben Ländern ihre Kunstwerke im Steinbruch, der – wie es ein weit gereister Künstler einmal bezeichnete – „schönsten Galerie der Welt“ ausgestellt. Warum werden Sie diese Ausstellung in Zukunft nicht mehr organisieren?

Ehrenhöfer: Aufgrund besorgter Anfragen – hauptsächlich von ehemaligen Besuchern – ist ein öffentliches Statement unumgänglich. Nach sechzehnmaliger Durchführung dieser elitären Veranstaltung und Auflösung der Kulturvereinigung Oberpullendorf wird die „K.i.Ste“ nicht mehr stattfinden. Aus diesem Grund sind die Verwendung des Logos, des Layouts der Folder und der Texte der PR-Agentur ab sofort verboten.

BVZ: In Fachkreisen hat die „K.i.Ste“ europaweit Beachtung gefunden und wurde für Kenner der Szene zu DEM Keramik-Event im Osten Österreichs. Wie kam es zu dieser erfolgreichen Entwicklung?

Ehrenhöfer: Da das Ambiente des Steinbruchs für große Skulpturen gedacht ist und auch kleine, exquisite Exponate mit entsprechender Positionierung zur Geltung kommen, war es nötig, eine international anerkannte Jury einzusetzen. Von den 50 bis 90 Bewerbern wurden 30 bis 40 Künstler, die zur Recht international anerkannt sind, ausgewählt. Diese waren auch imstande, ihre Werke optimal zu präsentieren, um dem unvergleichlichen Ambiente gerecht zu werden. Dass die Ausstellung auch auf deren Websites verankert war, ergab einen zusätzlichen Werbeeffekt. Für mich war es immer wichtig, dass sich ein Künstler zwischen den ausgestellten Exponaten und der Umgebung wohlfühlt - auch wenn er nichts verkauft. Diese Stimmung war immer gewährleistet.

BVZ: Wie ist Ihnen das gelungen? Ehrenhöfer: Die intensive Unterstützung der Obfrau Ingeborg Pammer-Freyler und von unserem Team war vorbildlich. Die Verantwortlichen und Mitarbeiter der Stadtgemeinde waren äußert entgegenkommend. Sowohl Tourismusobmann Alfred Szczepanski als auch viele Gewerbetreibende haben mit ihrer Subvention die Werbemaßnahmen massiv unterstützt. So gesehen musste die Open Air-Veranstaltung einfach ein Erfolg sein. Mich von der Kiste abzunabeln, war für mich ein äußerst schmerzhafter Entschluss, aber aufgrund der widrigen Umstände notwendig.

BVZ: Was hat Ihnen bei der Organisation der K.i.Ste am meisten Freude bereitet?

Ehrenhöfer: Die Gespräche mit den Künstlern und Besuchern waren für mich als Organisatorin eine Wohltat. Die intensive Vorarbeit und eine entsprechende Homepage nehmen mindestens ein halbes Jahr in Anspruch. Daher wird sich schwer jemand finden, der diese Leistung ehrenamtlich übernimmt. Dass Künstler einen Riecher für gute und ernsthafte Organisatoren haben, liegt auf der Hand. Ein Töpfermarkt im Steinbruch würde einem Ostereichersuchen gleichkommen, der Lärmpegel entsprechend höher und die Umgebung für die Katz sein. Abgesehen davon gibt es Töpfermärkte wie Sand am Meer.