Spatenstich für Hochhaus H2 in Oberwart

Mit der Baueinleitung für das H2 ist der Startschuss für das zweite Hochhaus der Stadt gefallen. Bis 2023 soll es fertig sein.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 23. September 2021 | 05:04
Spatenstich HP2
Spatenstich. Im Beisein von Politik, Wirtschaft und den ausführenden Bauherren setzten OSG-Obmann Alfred Kollar und die BPM-Bauherren Gerald Guttmann und Anton Holzer den Spatenstich für das H2.
Foto: C.Fenz

Das lange Warten hat ein Ende — jetzt wird wirklich gebaut. Gestern, Mittwoch, fand mit dem Spatenstich die Baueinleitung für das Hochhaus „H2“ statt — so der Projekttitel, den die OSG gemeinsam mit dem Projektpartner BPM dafür ausgesucht hat. „Der Name steht ganz bewusst für das Gegenstück des in den 1970er, ebenso an dieser Kreuzung gebauten Hochhauses, als ‚Hochhaus 2‘“, erklärt OSG-Chef Alfred Kollar. Geplant wurden 24 Wohnungen und sieben Büros, wobei nicht nur Architektur und Widmungsmix das Außergewöhnliche an diesem Gebäude sind, sondern auch – und das ganz besonders – die ökologische Ausrichtung.

Spatenstich HP2
Gegenüber dem „Forum-Haus“ und schräg gegenüber dem Hochhaus entsteht das „H2“, welches durch seine Architektur besticht und Geschäfte, Büros, Ordinationen und auch Wohnungen in sich vereint. Das Gebäude, bestehende aus zwei Baukörpern, einem 5-geschossigen an der Hauptstraße beziehungsweise im Kreuzungsbereich und einem 12-geschossigen Hochhaus in der Evangelischen Kirchengasse. Die Fertigstellung ist 2023 geplant.
BVZ

„Neben einer Beheizung mit Gasbrennwert und solarer Warmwasseraufbereitung werden an der Süd- und Westseite auch Photovoltaikpaneele zur Stromerzeugung eingesetzt, welche damit einen gebäudespezifischen aber auch einen energiegewinnenden Teil erfüllen. Weiters wird gemeinsam mit der Energie Burgenland auf E-Mobilität und auf Carsharing gesetzt“, erklärt Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma. Die Versiegelung von Bodenflächen hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Wichtigkeit gewonnen, auch das Wesen der Nachverdichtung ist in den Mittelpunkt gerückt. „Beim Projekt „H2“ nimmt die OSG wieder einmal diese beiden Themen auf. Auf kleiner Fläche wird weit nach oben gebaut, die Ortskerngestaltung unterstützt“, erklärt Kollar und will auch festhalten, dass „belebte Städte mit gut entwickeltem Ortskern attraktiv für die Bewohner sind.“ Durch die Wohnungen und die Geschäfte, die durch die Entwicklung der Ortskerne entstehen, soll zusätzliches Leben im Ort geschaffen werden. Ein Umstand, den auch Stadtchef Georg Rosner positiv sieht: „Das H2 ist ein großes Projekt für Oberwart, das viele Impulse bringen wird“, so Rosner.

Für Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner ist das neue Hochhaus gleich in mehrerlei Hinsicht vorbildhaft. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis und daher ist es wichtig, ein Angebot zu schaffen. Zugleich ist dieses zentral gelegene Projekt im Sinne des bodenverbrauchs-sparenden Bauens mustergültig.“ Die Fertigstellung des H2 ist für den Herbst 2023 geplant.